Themenbereich: Stillen allgemein

"Schreit mein Kind, weil die Mutter nicht da ist?"

Anonym

Frage vom 24.05.2005

hallo, seit 3 drei Monaten stillt ( unregelmäßige häufige Abstände) meine Frau unseren Sohn Kenan. Mittlere Schreiattacken bei den Blähungen, aber ansonsten ein gutwachsendes und lachendes zufriedenes Kind. Seit zwei Tagen geht meine Frau wieder arbeiten und hat ihre Muttermilch abgepumpt. In der ersten drei Monaten haben wir das schon einige mal praktiziert und es hat gut geklappt. Jetzt aber gibt es hier ziemlich lange Schreiattacken und er nimmt die Flasche nicht. Auch der Fliegergriff fruchtet nicht, was sonst immer geklappt hat. Meine Frage: Ist es vielleicht besser das meine Frau abends und nachts nicht mehr die Brust gibt, sondern so wie ich die Flasche?? Meine Frau und ihre Hebamme sagen das geht, ich aber habe ein verwirrtes und kaum zu beruhigendes Kind im Arm und weiß mir kaum zu helfen. Mein Sohn hat jetzt 2 Std. lang geschrieen und ich bin ziemlich traurig nichts tun zu können. Er hatte auch keine Schmerzen, Fieber oder Blähungen, auch nicht wirklich Hunger?? vermisst er vielleicht nur seine Mutter...vielen dank Thomas

Antwort vom 24.05.2005

Hallo, es gibt recht viele Kinder, die die Flasche ablehnen und vehement die Anwesenheit der Mutter einfordern. Für Sie als Betreuungsperson ist das natürlich eine schlimme Situation, in der Sie einfach hilflos sind. Da bleibt Ihnen leider nur ausprobieren was geht und hoffen, dass sich Ihr Sohn an die Umstände gewöhnt. Es könnte sein, dass es besser wird, wenn auch Ihre Frau die Flasche gibt. Allerdings ist es für Ihre Frau und Ihr Kind schwer, weil Sie nach der Ternnung tagsüber die Zeiten des Zusammenseins drumrum sicher genießen. Für Ihren Sohn könnte es eine Weile noch schwerer sein, wenn er die Brust dann auch nicht bekommt. Wäre es für Sie vielleicht möglich, dass Sie Ihrer Frau das Kind zum Stillen auf Arbeit bringen? Ihr stehen Stillpausen nach den Arbeitsgesetzen zu. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Sie mit Ihrem Sohn vermehrt rausgehen, da er eventuell unterwegs ruhiger ist. Versuchen Sie sich selbst die Situation angenehm zu machen damit Sie Ihre gute Laune nicht verlieren. Oft geht das besser, wenn man Freunde besucht oder etwas unternimmt. Zwei Tage sind ja noch keine lange Zeit, meistens gewöhnen sich die Kinder doch schnell daran, dass nun auch der Papa mehr zur Bezugsperson wird.
Ich drück Ihnen die daumen für die nächsten Tage!

Alles Gute, Monika

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