Themenbereich: Geburt allgemein

"besteht noch Hoffnung, dass mein Kind sich dreht?"

Anonym

Frage vom 27.11.2005

Hallo liebes Hebammenteam, ich bin in der 36. Schwangerschaftswoche und mein Kind liegt immer noch in BEL und obwohl es sich anscheinend schon mal mal gedreht hatte, liegt es jetzt wieder in BEL. Ich habe es schon mit Fußreflexzonenmassage, Akupunktur versucht, jetzt will mein Hebamme bei mir moxen. Besteht noch Hoffnung das sich das Kind dreht, mir erscheint es so das es obwohl es groß ist immer noch so viel Platz hat, da wenn ich versuche es zu ertasten, es sich immer an einem anderen Platz befindet.
Morgen habe ich einen Termin in meiner Geburtsklinik und soll dort einen Termin für den Kaiserschnitt festlegen. Ich will aber absolut keinen machen lassen, weil ich schon seit meinem 4. Lebensjahr mit einer Bauchnarbe die meinen Bauch in zwei Hälften teil leben muß und damit schon Schwierigkeiten hatte, außerdem weiß ich das es nicht gut für das Kind ist. Was soll ich machen? Von BEL Geburt wurde mir auch von meiner Hebamme abgeraten und meine Gyn ist sowieso dagegen. Mein Mann findet es verantwortungslos bis zu den Wehen zu warten? Ich weiß ehrlich nicht was ich tun soll. Kann das auch etwas mit den Wassereinlagerungen im Körper zu tun haben? Ich habe seit der 30. Woche kein Gefühl mehr in den Händen, sprich die sind taub und auch meine Füße sind immer sehr dick?

Vielen Dank und liebe Grüße

Angie

Anonym

Antwort vom 28.11.2005

Hallo, die Wassereinlagerungen in Händen und Füßen haben keinen Einfluß auf die Kindslage. Solange Ihr Blutdruck in Ordnung ist und Sie keine anderen Symptome einer "Gestose" bekommen, darf das sein. Moxatherapie ist immer eine Möglichkeit, die man nutzen sollte. Außerdem, wenn auch noch viel Platz zu seinen scheint, kommt für Sie vielleicht eine äußere Wendung in Frage. Das bedeutet, das unter klinischen Bedingungen probiert wird, das Kind, durch in der Regel einen Arzt, zu drehen. In Ihrer Umgebung scheint ja eine normale Geburt bei Beckenendlage nicht sehr beliebt zu sein. Hat Ihre Hebamme bei Ihnen dafür individuelle Indikationen angegeben? Sie können sich ja auch noch mal von Ihrer geburtshilflichen Klinik über die Möglichkeiten beraten lassen. Wenn sich Ihre Klinik aber nicht mit äußeren Wendungen oder Spontangeburten auskennen bzw. keine Erfahrung hat, sind Ihre Möglichkeiten natürlich begrenzt. Haben sie evtl. die Möglichkeit der äußeren Wendung oder streben Sie doch evtl. eine Spontangeburt an, müssen Sie sich immer noch mit Ihrem Mann austauschen. Es ist sicher sinnvoller, wenn er zu Ihrer Entscheidung steht. Das geht aber nur, wenn er gut informiert ist. Leider kann ich Ihnen nicht die Entscheidung abnehmen.
Wenn es Ihre erste Geburt ist, können sie sich ja vielleicht auch noch bei Kliniken in der weiteren Umgebung umschauen und beraten lassen. Beim ersten Kind ja man ja noch mal eine längere anfahrt wagen.
Wenn das Kind sich nun nicht mit der Moxatherapie oder per äußeren Wendung dreht, müssen Sie sich doch zu was entschließen. Probieren sie auch mit Ihrem Kind zu entscheiden. Vielleicht bekommen sie ja aus Ihrem Bauch ein Signal.
Weiter gibt es Wasserentspannungsmöglichkeiten, wie Aqua Balancing oder Watsu. Manchmal unterstützt es die Drehung des Kindes, gibt ein gutes Körpergefühl und kann vielleicht im Sinne von Körperarbeit zwei "Hälften" sich wieder annähern lassen.
Als kleine weitere Tipps: Sollten Sie noch viel Fahrrad fahren, stoppen Sie damit. Sollten sich sehr viel bücken oder kniend arbeiten? Lassen Sie das. Manchmal sind solche Positionen den Kindern unbequem und dadurch ein Grund, das Sie sich nicht drehen. Sicher hat Ihre Hebamme Ihnen schon Beckenlockerungsübungen gezeigt.
Als letztes kann mir nur noch einfallen, ob Ihre alte Narbe irgendwie auf die BEL Einfluß hat? Ob im körperlichen/organischen oder im "übertragenden" Sinne.
Haben Sie das schon mal mit Ihrer Hebamme besprochen?
Bei weiteren Fragen, können Sie sich natürlich jederzeit noch mal melden. Ich wünsche Ihnen von Herzen Kraft für Ihre Entscheidung und einen guten weiteren Verlauf, Ina

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