Themenbereich: Stillen allgemein

"zu wenig Milch bei Saugverwirrung?"

Anonym

Frage vom 15.10.2006

Hallo, mein Sohn hat eine Saugverwirrung. Er lag unmittelbar nach der Geburt 10 Tage in der Kinderklinik (zu niedriger Blutzuckerspiegel) und wurde dort mit der Flasche gefüttert. Obwohl ich fleißig abpumpe, was sehr mühsam ist, da kaum Milch kommt und ihn immer wieder versuche anzulegen nimmt er meine Brust nicht an (schreien, einschlafen, sich mit Händen und Füßen wegdrücken). Den Trick mit dem Finger und dem Zuführen von kleinen Mengen Milch über eine Spritze probiere ich momentan. Für mich ist die ganze Prozedur sehr nervenaufreibend und ich frage mich ob es sich lohnt noch weiter für das STillen zu kämpfen, da ich wahrscheinlich die Flasche doch zufüttern muss, da ich nicht weiß, ob er bei zu wenig Muttermilch genug Kohlenhydrate bekommt.

Anonym

Antwort vom 15.10.2006

Hallo, da brauchen Sie auch wirklich jemanden vor Ort, der Ihnen nochmals intensiv beisteht und Sie bestärkt und unterstützt. Es kann eine Weile dauern, bis sich Kinder nach dem Fläschchen wieder umgewöhnen, da ist ein ganz langer Geduldsfaden erforderlich. Aber ich erlebe immer wieder, wie glücklich Mama und Kind sind, wenn sich nach all der Mühe am Anfang eine lange schöne Stillbeziehung entwickelt. Aus der Ferne kann ich nicht einschätzen, wann die Muttermilch Ihrem Sohn als alleinige Nahrungsquelle ausreicht. Es ist auch gut möglich, dass Sie noch ein Weilchen mit gekaufter Milch nachfüttern müssen. In der Muttermilch sind alle wichtigen Stoffe enthalten, außerdem erfährt Ihr Sohn auch schon bei geringeren Mengen den sog. "Nestschutz", bekommt Ihre Antikörper, die ihn mit vor Krankheiten schützen. So gesehen "lohnt" sich jeder Tag, an dem Ihr Kind (auch) Muttermilch bekommt und ist ein weiterer Schritt auf das Ziel zu, ihn ganz zu stillen. Sowohl eine Nachsorgehebamme als auch eine Laktationsberaterin können Sie unterstützen. In vielen Städten gibt es auch Stillsprechstunden, wo man hingehen kann, bzw. telefonisch erfragen kann, welche Hebamme Sie zu Hause besuchen und unterstützen kann. Alles Gute und viel Kraft! Barbara

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