Themenbereich: Stillen allgemein

"Abendliche Verweigerung von Beikost"

Anonym

Frage vom 25.02.2009

Hallo liebes Hebammenteam,

seit ca. 6 - 8 Wochen habe ich Probleme beim abendlichen Stillen, ziemlich zeitgleich folgte unruhiges schlafen. Mein Sohn 6,5 Monate möchte bei der Bettgehmahlzeit ( 20:30 Uhr) nicht mehr richtig trinken er lässt immer wieder los und das Trinken dauert ewig ( bis zu 1 Std.) an schlechten tagen weint er bitterlich. Bauchschmerzen und Zahnungsbeschwerden habe ich bereits versucht mit verschiedenen Mittelchen zu lindern, auch der Kiarzt sagt er ist gesund. Also habe ich vor 3,5 Wo mit der Beikost Mittags begonnen (isst er recht schön) und vor 1,5 Wo abends Fläschen 1er Milch. Das hat anfangs sehr gut geklappt. Seit 4 tagen verweigert er plötzlich das Fläschchen zur Abendmahlzeit. Also dachte ich mir na gut vielleicht ist er ja einflach abends schon zu müde zum trinken, da habe ich es mit einem Abendbrei bereits um 18:00 Uhr verucht. Leider verschmäht er diesen auch, ich habe die letzen 3 tage bereits Gries, Reis und Buchweitzenbrei in verschiedenen Konsistenzen von cremig bis fast flüssig versucht. Heute hat er schon beim erblicken des Löffels bereits geweint. Also habe ich wieder gestillt da er hier wenigstens a bisserl was trinkt. Was soll ich tun wenn das Kind keinen Brei isst, ich kann ja nicht einfach weiterstillen, das Kind braucht ja dann festere Nahrung auch wegen den Nährstoffen usw. Ich weis mir nicht mehr so recht zu helfen und hoffe nun, dass sie einen Tipp für mich haben, vielleicht übersehe ich ja eine ganz einfache Lösung. Vielen Dank für Ihre Bemühungen und liebe Grüße. Sandra

Antwort vom 02.03.2009

Hallo, wegen der Nährstoffversorgung brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Muttermilch wird für MINDESTENS sechs Monate als ausschließliches Nahrungsmittel empfohlen und ist auch bestens ausreichend für die Versorgung. Ihr Kind hat ja die Beikost anfangs ganz gut angenommen. Vertrauen Sie darauf, dass er selbst gut entscheiden kann was wann für ihn gut ist. Vielleicht war es ihm jetzt einfach zu schnell und die Vielfalt der angebotenen Nahrungsmittel noch nicht von ihm anzunehmen. Wenn Ihr Sohn Nahrung verweigert, macht es keinen Sinn sie ihm aufzudrängen oder das Angebot zu wechseln. Versuchen Sie in den nächsten Tagen vor allem die Situation zu entspannen. Vielleicht ist eine Pause mit der Einführung des Abendbreis für Sie beide das richtige. Kinder haben von alleine Spaß daran etwas zu essen wenn Sie soweit sind. das wird bei Ihrem Sohn nicht anders sein und bis dahin nimmt er keinen schaden, wenn Sie ihm die Brust geben und das Essen nur spielerisch einführen. Es schadet gar nichts, wenn Sie eine Weile nur Stillen oder Beikost und stillen mischen (erst anlegen, dann noch etwas Brei oder umgekehrt, wenn er es akzeptiert).
Alles Gute, Monika

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