Themenbereich: Beginn der Beikost

"Wie kann ich Beikost bei Breiverweigerung einführen?"

Anonym

Frage vom 05.05.2009

Hallo! Unsere Tochter ist mittlerweile 8 Monate und wird noch voll gestillt, da sie Beikost nach wie vor verweigert. Ich hatte vor ca. 2 Monaten zunächst mit Karotte (später Kürbis) zu Mittag begonnen, mehr als 1-2 Löffelchen, und auch die nur widerwillig, wollte sie nicht. Wir dachten o.k., sie ist eben noch nicht so weit und haben immer wieder eine Pause gemacht und es aufs Neue ohne Erfolg probiert. Nach einer weiteren, längeren Pause, biete ich ihr seit etwa einer Woche statt mittags nur abends ein bisschen Getreide-Obst-Brei an, was aber auch nicht besser geht. Wenn sie Brei probiert (egal welchen), verzieht sie meistens das Gesicht und schüttelt sich, als wenn es sie ekeln würde. Oft würgt sie auch ein bisschen, v.a. , wenn der Löffel etwas voller war.
Tagsüber stille ich ca. alle 3 Stunden, nachts hält sie manchmal, aber nicht immer, auch länger durch (5-6 Stunden). Ansonsten ist sie sehr interessiert an dem was wir essen, will unbedingt auf den Schoß und alles probieren. Ich gebe ihr dann meist ein Stückchen Brot oder Zwieback (sie hat 2 Zähne). Mittlerweile kaut sie ein bisschen darauf rum und schluckt es z.T. auch. Manchmal denke ich, sie möchte am liebsten mit dem Essen warten, bis sie mit uns am Tisch mitessen kann. Meine Fragen: soll ich es weiter mit dem Brei versuchen, auch wenn sie im Prinzip nichts davon isst (nach dem Motto: steter Tropfen höhlt den Stein)? Was mache ich, wenn sie ihn weiterhin verweigert? Wie schaffe ich dann einen Übergang zum "normalen" Essen? Ich kann sie ja nicht einfach alles mitessen lassen, ohne das ihr Körper sich schon ein bisschen an feste Nahrung gewöhnt hat? Und "ewig" stillen möchte ich auch nicht sondern endlich ein bisschen reduzieren. Sie ist übrigens ein "guter Futterverwerter" und hat nur alle paar Tage Stuhlgang. Außerdem hat sie eine große Schwester (3 J.). Vielen Dank im Voraus, Sabine

Antwort vom 06.05.2009

Hallo! Es ist wirklich sehr schwierig diesen Umstand im Rahmen dieser Seite zu besprechen, denn für Essensverweigerung gibt es leider auch kein Patentrezept. Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe eine Ernährungsberaterin, die speziell für Probleme bei der Einführung der Beikost ausgebildet ist. Eventuell gibt es auch eine Hebamme vor Ort, die so etwas anbietet.
An dieser Stelle kann ich Ihnen nur raten, daß Sie Ihrer Tochter auch mal die Brust zu den Mahlzeiten verweigern können, wenn sie lernen soll, daß der Brei jetzt die Nahrungsquelle ist. Es besteht für sie jetzt keine Notwendigkeit den Brei zu essen, da sie ja mit der Milch wunderbar satt wird. So wie Sie es jetzt machen, ist es zumindest eine Möglichkeit, dass Ihre Tochter langsam auf den Geschmack kommt und sich an Essen gewöhnt. Dass sie von sich aus Interesse zeigt ist schon mal gut. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, dass Ihre Tochter einen Mangel erleiden könnte. Auch mit späterem Beikostbeginn sind die Kinder gut versorgt, wenn sie von sich aus noch nicht so weit sind.
Manchmal ist es auch hilfreich, wenn eine andere Person zunächst die Fütterung übernimmt.
Essen lernen ist ein komplexer Vorgang für die Kinder, aber alle Kinder haben es gelernt. Viel Erfolg und alles Gute.
Cl.Osterhus

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