Themenbereich: Abstillen

"Kind lässt sich nicht abstillen - was tun?"

Anonym

Frage vom 27.05.2009

Hallo!
In einer Woche muß ich eine längere Zeit Medikamente nehmen, die das Stillen nicht mehr erlauben. Das weiß ich seit ca. 4 Wochen. Bis jetzt stille ich noch voll.
Seit 4 Wochen versuche ich und mein Mann nun zwischen 3 und 5 Mal täglich unserem Kind (inzwischen fast 5 Monate alt) die Flasche zu geben. Bis jetzt ohne jeglichen Erfolg.
Wir haben alles versucht. 4 verschiedene Sauger, Wasser, Tee, Muttermilch, das Milchpulver das sie nach dem Stillen
dann trinken soll. Wir haben mal eine Mahlzeit ausfallen lassen, hat auch nichts gebracht.
Sie weigert sich nicht, den Sauger in den Mund zu nehmen, sie schiebt ihn dann halt mit der Zunge hin und her und das was von selbst raustropft lässt sie an den Mundwinkeln rauslaufen. Sie hat noch nicht einmal gesaugt und geschluckt. Nach ein paar Minuten verliert sie die Lust und fängt an zu weinien.
Mit dem Löffel bekomme ich ein paar Schluck in sie rein, aber schnell verweigert sie das auch. Auch mit Becher gabs bisher keinen Erfolg. Da ich noch eine zweite Tochter habe, 2,5 Jahre alt, die viel Aufmerksamkeit braucht, würde ich auch wirklich gerne die Flasche geben, da es am schnellsten geht und am wenigsten Sauerei gibt.
Ich bin inzwischen völlig am verzweifeln.
Das letzte was mir noch einfällt ist einfach gar nicht mehr stillen, da müsste ich dann für zwei, drei Tage gehen. Aber was mache ich dann mit der ganzen Milch?
Mein Mann würde das auch mitmachen und sich dann um die Kleine kümmern. Aber allein der Gedanke daran bricht mir echt das Herz und treibt mir die Tränen in die Augen. Und gibt es mit dieser Radikaltour auch immer Erfolg?
Bitte, haben sie mir noch irgendeinen Tipp, Rat, was ich machen kann??? Vielen Dank und liebe Grüsse

Antwort vom 28.05.2009

Hallo,
die Radikaltour würde ich auf keinen Fall machen, das wird Ihnen das Herz brechen.
Ohne zu wissen wie Sie genau machen, schreibe ich mal, was ich denke, was evt. gehen könnte.
Ich denke Sie müssen ausser Sichtweite sein und nur der Vater des Kindes oder ein Großelternteil ist bei Ihrem Baby. Solange Ihr Kind weiß, dass Sie verfügbar sind, oder es Sie sogar sehen kann wird es sicherlich nicht mitmachen.Sie dürfen, das Füttern nicht übernehmen. Ich denke ein Wochenende könnte reichen, und da wäre der Partner ja auch zu hause? Sie brauchen dafür nicht ganztags wegsein. Verschwinden Sie um die üblichen Zeiten herum, bzw, wenn Ihr Kind trinken will nimmt Ihr Mann es sich in eine ruhige Ecke und Sie gehen in einen anderen Raum. Ihr Kind wird das akzeptieren, nach und nach . Je klarer Sie das Ihrem Kind anbieten, desto leichter wird es gehen. Womit ich nicht meine, dass es leicht wird. Solange es merkt, dass Sie noch zögern wird es auch zögern. Wenn Sie in einer Woche nicht mehr stillen dürfen, sollten Sie auch langsam mit dem abstillen beginnen, auch für die Brust, sonst haben Sie dann das nächste Problem. Haben Sie denn nochmal fachliche Hile vor Ort? Es wäre sicher hilfreich zu besprechen wie sie das Abstillen beginnen und wie Sie es gestalten. Das würde ich Ihnen ganz dringend ans Herz legen. Wenn nichts klappt, bis Sie Ihre Medikament nehmen müssen, dann wird es dann klappen,wenn es kein Hintertürchen mehr gibt. Vielleicht gelingt es Ihnen ja auch schon übers lange WE. Behalten Sie die Brust gut im Blick, die Mahlzeiten die Sie nicht stillen können Ihnen sonst auch Probleme machen.LG Judith

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