Themenbereich: Stillprobleme

"Stillen, Zufüttern und Gewichtszunahme"

Anonym

Frage vom 06.01.2010

Hallo,
seit dem 10. Lebenstag fütter ich meiner Tochter 30ml nach dem stillen zu, damit sie zunimmt. Anfangs waren wir so bei 210m pro Tag, mittlerweile bei 120ml pro Tag. Nun hat meine Tochter in zwei Wochen 500 Gramm zugenommen und ich überlege, ob ich vielleicht noch 1-2 Fläschchen weglassen kann. Laut meiner Hebamme (die leider getade im Urlaub ist) soll das aber von alleine passieren. Gerade jetzt hat meine Tochter aber auch wieder eine Zeit wo sie viel Hunger hat. Vor allem nachmittags scheint meine Milch nie zum sattwerden zu reichen.
Meine Stillprobleme kommen leider auch vom Kopf, versuche mich da freizuhalten, habe aber auch mit der Zwiemilchernährung nicht so Probleme. Wäre nur schön, wenn es auf voll-stillen hinausläuft.
Ihre Daten: Geburt 3060 Gramm am 23.11.09
nach der Geburt runter auf 2710 Gramm.
10. Lebenstag 2710 Gramm ,dann begann zufüttern.
23.12.09. 3410 Gramm
5.1.10 3900 Gramm.

Tja, ich weiß ehrlich gesagt nicht weiter..ich hab trotzdem oft das Gefühl, daß sie hungrig ist..zudem schläft sie nur dicht an meinem Körper und nicht alleine. Nur wird ja die Premilch die ich gebe dann wieder nicht bei mir profuziert. Abpumpen klappt nicht, hatte ich schon bei meiner ersten Tochter Probleme (da hat auch das stillen gar nicht geklappt). Sollte ich jetzt mal weniger zufüttern und schauen ob sie zunimmt ? oder doch weiter zufüttern bis sie selber nicht mehr will `?

Vielen dank für die Hilfe !!
anja

Antwort vom 08.01.2010

Hallo!
Erstmal hört es sich toll an, wieviel Muttermilch Sie insgesamt
Ihrer Tochter geben können mit den Anfangsschwierigkeiten, die Sie hatten (wobei ich vermute, Sie stillen sie nicht nur 4 mal am Tag, gemessen an dem, dass Sie viermal nachfüttern?). Bzgl. des Gewichts wandert Ihr Kind zur Zeit etwa an der 15. Perzentile entlang und die Tendenz der letzten zwei Messungen war steigend. Leider weiss ich nicht, was Sie bisher gemacht haben, um Ihre Milchmenge noch zu steigern. Abpumpen, schreiben Sie, klappt nicht (Handpumpen sind häufig nicht ausreichend bzw. hilfreich in der Situation, haben Sie eine elektr. Pumpe ausprobiert?), also wären andere milchbildende Maßnahmen bzw. Präparate vielleicht noch einsetzbar. Z.B. zeigt sich bei der Einnahme von Bockshornkleesamen-Kapseln viele Frauen eine rasche (innert ca. 36 Stunden), vermehrte Milchmenge entwickeln. Diese ermöglicht die Sättigung des Kindes an der Brust und damit auch die weitere Stimulation durch das aktive Saugen. Der Einsatz braucht einige Zusatzinformationen, bitte kontaktieren Sie Ihre Hebamme. Einige Mütter machen die Erfahrung, dass sie gerade zum frühen Abend hin weniger Milch produzieren bzw. das Gefühl haben, es wird weniger gebildet. Das ist auch dann der Fall, wenn Sie als Mutter nicht ausreichend und am sinnvollsten warm zu Mittag gegessen haben. Allerdings kann ich Ihre Frage nicht wirklich abschliessend beantworten. Vielleicht ist es einen Versuch wert, die Menge in der Flasche geringer zu halten oder die ein oder andere wirklich wegzulassen. Am ehesten sollten Sie diesen Versuch zu einem Zeitpunkt starten, wo auch Ihr Partner daheim ist. Somit können Sie Ihre Tochter wie in einem Wachstumsschub vermehrt stillen, viel Körperkontakt geniessen und am Besten die Zeit im Bett verbringen. Sie schreiben, Ihre Stillprobleme kämen auch vom Kopf; möglicherweise tut es Ihnen gut, ein klärendes Gespräch mit einer Fachfrau, z.B. Still-und Laktationsberaterin IBCLC (diese könnte auch über ein sog. Brusternährungsset sprechen) oder aber mit einer der Beraterinnen der LaLecheLiga zu führen. Adressen für Ihren Heimatort finden Sie unter den Stichworten im Internet.
Alles Gute,
Inken Hesse, Hebamme

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