Themenbereich: Beginn der Beikost

"verweigert auf einmal den Brei"

Anonym

Frage vom 18.03.2010

Hallo,
meine Tochter ist 6,5 Monate alt. Vor 6 Wochen habe ich mit Gemüsebrei mittags begonnen. Nach einigen Tagen hatte sie das mit dem Löffel heraußen und sie hat brav gegessen. Vier Wochen später habe ich dann nachmittags mit Obstbrei begonnen. Da hat sie bald ein ganzes Gläschen verdrückt. Sonst bekommt sie noch 3x Fläschen (Pre-Milch).
Seit einigen Tagen verweigert sie nun den Brei mittags, auch vom Obstbrei isst sie nur mehr ein paar Löffelchen. Ich frage mich, warum sie Dinge, die sie so gerne gegessen hat, plötzlich nicht mehr mag.
Könnte es daran liegen, dass sie vielleicht zahnt? Seit ca. 2 Wochen ist sie sehr unruhig, wird in der Nacht wieder munter und weint (obwohl sie seit dem 3. Monat schon brav durchgeschlafen hat). Außerdem ist nun vor einigen Tagen noch eine Verkühlung (Husten) dazugekommen.

Was raten Sie mir? Wie bringe ich meine Tochter dazu wieder mehr Brei zu essen?

Danke für Ihre Ratschläge.

Antwort vom 19.03.2010

Hallo!
Im Grunde schreiben Sie selbst, woran es auch meines Erachtens am ehesten liegt, dass Ihre Tochter den Brei nicht essen möchte. Insbesondere, wenn das körperliche Wohlbefinden beeinträchtigt ist, verweigern viele Säuglinge mal den Brei. Halsschmerzen, Schmerzen beim Kauen im Mund etc. würde auch uns davon abhalten, bestimmte Dinge zu essen. Wenn Sie dahingehend unsicher sind, sollte der Kinderarzt Ihre Tochter anschauen. Gab es ein erschreckendes Erlebnis bei einem der Breimahlzeiten, z.B. Streit, Schimpfen, Verschlucken etc.? Manche Kinder reagieren da sehr empfindlich. Prinzipiell verläuft das Essen und das Essen-Lernen nicht geradlinig; das bedeutet auch, dass Ihr Kind Zeiten haben wird, wo es weniger isst und Zeiten, wo es alles verschlingt. Das ist ganz normal. Falls Ihre Tochter ausserdem nachts erneut wach wird, ist das sehr typisch. Oft reicht die Kalorienmenge der Breie (fügen Sie Öl hinzu?) dann nicht aus und die Kinder zeigen nachts vermehrt Hunger (nicht immer ersetzt eine Breimahlzeit die Flaschenmahlzeit ausreichend). Ich empfehle Ihnen, Ihrer Tochter liebevoll weiter den Brei anzubieten, z.B. insbesondere, wenn Sie alle am Familientisch sitzen. Vielleicht probieren Sie weitere Sorten aus oder kommen auf eine zurück, die vorher gut geklappt hat. Ansonsten bieten Sie ihr eine Milchflasche an, damit sie auf ihre Kalorienmenge kommt. Diese Schübe werden immer wieder mal auftauchen, aber die Neugierde und das Interesse kommen sicher auch zurück. Wichtig ist, dass das Essen genussvoll und ohne Zwang bleibt. Sie dürfen Ihrem Kind da ruhig vertrauen und sollten einfach weiter beobachten, was sie an Bedürfnissen hat. Ich wünsche Ihnen alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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