Themenbereich: Beginn der Beikost

"Hunge über die empfohlene Milchmenge hinaus"

Anonym

Frage vom 02.04.2010

Hallo liebes Hebammenteam,

ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.
Mein Sohn ist heute 15 Wochen alt und bekommt die Flasche. Aptamil HA1.
Seit ungefähr 3 Wochen trinkt er sehr viel. Es hat angefangen damit, das er seine 200ml Flasche bis zum letzten Tropfen immer ausgetrunken hat.
Er trinkt morgens, mittags, nachmittags, abends und nachts eine 200ml Flasche. Wenn er allerdings mehrmals nachts kommt, was zur Zeit der Fall ist, sind wir definitiv über die 1000ml die empfohlen werden. Da er zur Zeit mindestens 2x in der Nacht kommt, trinkt er ja dann zur Zeit in 24h 1200ml und mehr. Ich habe gehört die Babys sollen mit 1000ml pro Tag auskommen.
Jetzt haben wir schon umgestellt von Aptamil HA1 auf Milumil HA1, weil das sättigender sein soll, aber davon habe ich noch nicht viel gemerkt, denn er hält mittlerweile nur knapp 3 Stunden aus, was dann ja bedeuten würde das bald noch ne Flasche dazu kommt.
Was soll ich denn machen?
Wenn er Hunger hat muss und möchte ich ihn ja füttern, aber ich viel ihn auch nicht überfüttern!!
Letzte Woche bei der U4 wog er 6kg bei einer Körpergröße von 62cm.
Soll ich ihm die Milch irgendwie andicken, damit er mehr gesättigt ist? Vielleicht mit Reisflocken oder so.
In 3 Wochen wollte ich sowieso mit der Beikost, sprich mit Mittagsbrei anfangen.
Was raten Sie mir?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!




Antwort vom 03.04.2010

Hallo!
Ich kann den Gewichtsverlauf Ihres Kindes anhand nur eines Werts nicht einschätzen, entsprechend weiss ich nicht, ob er an seiner Kurve entlang zunimmt oder darüber hinaus wächst. Es gibt einige Kinder, die in dem Alter an die obere Trinkmengengrenze kommen. Manchmal haben sie einen Wachstumsschub, manchmal haben sie ein „Aufholwachstum“ (früher geboren, geringeres Geburtsgewicht etc.). Wenn Ihr Kind von seiner Entwicklung her schon bereit ist für die Beikost (Neugierde, Nachschauen am Familientisch, stabiles, unterstützes Sitzen, verringerter Zungenstreckreflex, Kaubewegungen etc.), kann es wirklich eine gute Idee sein, ihn bald an die Beikost und das Löffeln zu gewöhnen. Allerdings reicht insbesondere in der Anfangszeit die Kalorienmenge nicht immer aus. Die wichtigste Kalorienquelle ist die Ölbeigabe von (je nach Menge) 1-2 Teelöffeln Öl. Bitte beachten Sie, das kaum eine von den ersten Gläschen die Ölbeigabe beinhaltet. Auf der anderen Seite beschreiben Sie, dass Ihr Sohn mehrmals in der Nacht wach wird. Das ist sehr typisch für das Alter und hat nicht immer was mit Hunger zu tun. Vielleicht ist es gut, ihn dahingehend nochmals genauer zu beobachten. Sie werden am besten wissen, ob es wirklich Hunger ist oder ein anderes Bedürfnis (Nähe, Halten, Geborgenheit etc.) oder ein Kummer (Zähne, Entwicklungsschub etc.) dahinter steckt. Prinzipiell sind ansonsten die Folgenahrungen nicht zu befürworten, weil sie mit den Zuckerzugaben nur leere Kalorien beinhalten, aber manchmal (!) kann eine abendliche Flasche der Folgemilch kleine „Ruhewunder“ bewirken. Ich persönlich befürworte keine Reisflocken in der Flasche. Es ist eine Form von Brei und der gehört auf den Löffel. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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