Themenbereich: Stillprobleme

"beisst und nuckelt an der Brust"

Anonym

Frage vom 16.09.2010

Hallo Zusammen!!

mein kleiner ist jetzt 8 1/2 Monate alt und ich habe (glaub ich) ein paar Fehler gemacht.

Er wird alle 2 Std gestillt, Louis bekommt Mittagsbrei + Abendbrei, danach möchte er aber immer gestillt werden. Mittags an der Brust dann einschlafen, abends nach dem Wickeln auch. Ohne Mama geht nicht. Flasche, Nucki ect nimmt er nicht. Auch trinkt er nichts. Habe alles schon probiert. Er nuckelt an der Brustwarze, daß sie schon wehtun. Er hat auch schon 4 Zähne und beißt manchmal zu, dann lös ich ihn und schon geht das gejammere los. Schlafen tut er dann auch nicht mehr. Wie gewöhn ich ihn um???Schreien lassen möchte Ich ihn nich Nehm schon dauernd Bockshornkleesamen, da die Milch sonst zurückgeht.

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen und dankeschön im Vorraus

LG

Antwort vom 19.09.2010

Hallo!
Als erstes möchte ich Ihnen einen schnellen, kleinen Tipp geben, um mit den Zähnen zurecht zu kommen: fast alle Kinder beissen erst dann, wenn sie ausreichend getrunken haben und an der Brustwarze eher zu nuckeln beginnen; meistens ist das für eine Mutter auch ganz gut zu beobachten; dann lohnt es sich, den Finger bereit zu haben, um Ihr Kind schnell von der Brust zu lösen. Sollte Ihr Sohn Sie beissen, ist es wichtig, ihn umgehend von der Brust zu nehmen, ihn fest anzusehen und deutlich „nein“ zu sagen und zu signalisieren. Sie sollten eine kurze Still-Auszeit danach nehmen und ihn nicht gleich wieder anlegen. Die meisten Kinder „beeindruckt“ diese konsequente Haltung und Sie können somit mit der Situation besser umgehen. Ihrem Kind ist geholfen, wenn er Gelegenheit hat, an festen Gegenständen zu kauen und zu beissen. Bzgl. des Stillens: prinzipiell ist es toll, wenn Sie Ihr Kind nach dem Brei noch stillen, weil er damit alle wichtigen verdauungsfördernden Enzyme erhält, ausserdem noch fehlende Kalorien und weiterhin die guten Abwehrstoffe. Die Breimahlzeiten müssen insgesamt ausreichend an Kalorien besitzen (Fettzugabe), damit es Ihren Sohn sättigt. Eventuell ist er auch schon bereit für die dritte Breimahlzeit am Morgen. Mit der Einführung sind Sie dann auch schon ein Stück weiter im Abstillen. Falls Ihr Kind mit seinen Zähnchen schon so gute Kau- und Schluckbewegungen macht, dass er schon am Brot morgens knabert, wäre das ein weiterer Schritt und ein Angebot für ihn. Prinzipiell spricht nichts dagegen, wenn Ihr Sohn bei Ihnen einschläft (es ist „sozusagen kein Fehler“, sondern befriedigt einfach nur ein Bedürfnis Ihres Kindes...), aber ansonsten könnten Sie ihn stillen und im wachen Zustand beginnen hinzulegen. Auch das Nuckeln an der Brust lässt sich häufig nur mit einer konsequenten Haltung von Ihrer Seite ändern. Dann sollten Sie ihn konsequent von der Brust nehmen und einen anderen Weg finden, um den Übergang zum Schlafen zu gestalten. Jedes Kind braucht unterschiedlich lang für die Fähigkeit, allein in den Schlaf zu kommen und es bleibt noch über die ersten Jahre eine Herausforderung. Für die nächtliche Betreuung braucht es meistens den zusätzlichen Einsatz des Partner. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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