Themenbereich: Babyernährung allgemein

"wie bekommt mein Säugling genug Kalzium?"

Anonym

Frage vom 27.05.2011

Hallo liebes Hebammen-Team,

mein Sohn Till ist jetzt 7 1/2 Monate alt. Mit 4 1/2 Monaten habe ich begonnen, ihm Beikost zu geben, da er mir das Essen förmlich aus dem Mund geschaut hat. Die Einführung hat super geklappt und er isst sehr gut und viel, was man ihm aber nicht ansieht (er ist ca 72 cm und wiegt ca. 8 kg).

Mittlerweile bekommt er mittags einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch Brei, nachmittags einen Obst-Getreidebrei und abends einen Milch-Getreidebrei (mit Milumil 1) mit etwas Obst. Gestillt habe ich ihn bisher noch abends spät und morgens, gelegentilch auch einmal nachts, wobei ich nicht weiß, wie viel er da jeweils trinkt. Wenn er zwischen morgens Stillen und Mittagessen noch Hunger hat, bekommt er einen kleinen Obst-Getreidebrei.

Die letzten 2-3 Wochen hat ihm morgens das Stillen nicht mehr gereicht (die Brust war leer und er hatte immer noch Hunger). Ich habe ihm dann ein bisschen Obst gegeben. Seit ein paar Tagen verweigert er nun morgens die Brust komplett, nimmt aber auch keine Milch-Flasche. Meine Frage ist nun, was soll ich machen, damit er genug Milch (Calzium) bekommt? Er trinkt zwar immer noch abends (und gelegentlich nachts) an der Brust, ich habe aber das Gefühl, dass das nicht wirklich viel ist und mehr dem Durstlöschen dient. Wasser trinkt er ca. 100-150 ml über den Tag / Abend verteilt, mehr will er nicht.

Vielen Dank für die Hilfe!


Antwort vom 29.05.2011

Hallo!
Ein Kind im Alter Ihres Sohnes braucht, nach üblichen Empfehlungen, ca. 400mg Kalzium am Tag. Kalzium ist vorhanden in Milch und Milchprodukten, aber u.a. auch in Broccoli, Grünkohl, Lauch, Sesamsamen und kalziumreichen Mineralwasser. Bitte vergewissern Sie sich, in welcher Menge/ml Kalzium in der Milupa1-Milch vorhanden ist, die Sie für den Brei nutzen. Ein morgendlicher Milch-Getreide-Brei ist auch noch eine Möglichkeit, allerdings treten das Eisen aus dem Getreide und das Kalzium aus der Milch in „Nährstoffkonkurrenz“ (Eisen wird schlechter aufgenommen). Potentiell ist Kalzium auch einigen Gläschen zugegeben. Ausserdem könnten Sie entsprechend einige kalziumreiche Gemüsesorten raussuchen und Ihrem Kind anbieten. Ich empfehle Ihnen ausserdem, Ihrem Kind immer mal wieder die Milch anzubieten, evtl. auch in anderen Trinkgefässen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt ab, ob es nötig ist, Kalzium noch in anderer Form zu ersetzen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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