Themenbereich: Schlafen

"schläft schwer ein"

Anonym

Frage vom 26.07.2011

Hallo,

ich habe ein "Problem" mit dem Schlafverhalten meiner Tochter. Sie ist jetzt 11 Wochen alt und schläft nur an der Brust, im Arm (aber auch schwer) und im TT. Ich habe jetzt viel darüber gelesen. Über Babys schlaf, dass sie mehrmals aufwachen, das es normal ist das sie die Nähe brauchen etc. Das ist auch bis zu einem gewissen Grad alles völlig in Ordnung. Ich habe ja nunmal ein kleines schutloses Wesen. Allerdings habe ich im Internet nie die extremen Zeiten gesehen, wie es bei mir der Fall ist. Sie braucht abends bis zu 3 h bis sie wirklich tief einschläft. Sie wacht in der Nacht bis zu 12 mal auf, nur um an der Brust zu nuckeln. Das zerrt inzwischen ganz schön an mir. Ich hab das gefühl dass sie einfach nicht in den Schlaf findet bzw. eben Schwierigkeiten mit dem Tiefschlaf hat. Habe mir alle möglichen Ratschläge durchgelesen, aber finde eben nicht den richtigen für mich. Was kann ich tun? Ich möchte sie aufkeienfall weinen lassen oder ähnliches. Möchte aber auch die Situation verbessern für uns alle. Ich verstehe es eben auch nicht, warum sie nicht in den Tiefschlaf findet. Sie schläft ja auch bei mir im Bett, d.h. ich bin immer in ihrer Nähe. Achja Nuckel hab ich auch schon versucht, funktioniert nicht...

Vielen Dank schon mal. Ich hoffe sie haben noch einen Tipp für mich.

VG

Antwort vom 01.08.2011

Hallo!
In erster Linie ist das Verhalten Ihres Kindes nicht ungewöhnlich, sondern nur individuell und so zu beantworten bzw. zu befriedigen, wie es Ihre Tochter halt auch ist. Als erstes möchte ich den Begriff „Tiefschlaf und Säuglinge“ sozusagen auseinanderbringen (und was Sie ´genau´ sich unter Tiefschlaf vorstellen, weiss ich nicht). Unser Schlaf und das Schlafverhalten von Säuglingen scheint sich u.a. darin zu unterscheiden, dass Säuglinge nicht die Schlaftiefe erreichen, wie wir sie haben. Damit sind sie leichter weckbar für Bedürfnisse wie Hunger, Nässe, Kälte, Alleinsein. Das ist evolutionär sehr sinnvoll und „überlebenswichtig“. Entsprechend möchte ich Sie einladen, Ihr Kind sehr gut zu beobachten und zur leichteren Übersicht einfach mal einen Plan aufzuzeichnen, wie Ihr Tagesabschlauf aussieht mit Schlaf, Wachsein, Stillen/Füttern, Unruhezeiten, Unternehmungen etc.. Damit bekommen Sie erstens wahrscheinlich eine Idee, was Ihr Kind in seinem Schlaf stört (z.B. zuviel unternommen, TV und Radio ständig laufend, Besucher etc.p.p.,), wieviel Schlaf Ihr Kind wirklich braucht und wie Sie erkennen können, wann es mehr als Zeit ist, Ihr Kind in den Schlaf zu begleiten (z.B. viele haben eine Spanne von 11/2 bis 2 Stunden, in denen sie aktiv sein können und dann wieder Schlaf brauchen). Insbesondere nachts fällt vielen Müttern auf, dass ihre Kinder jede Stunde zur ziemlich exakt gleichen Zeit kurz wach sind. Ein kleines Sicherheitskontrollsystem sozusagen. Viele reagieren zufrieden, wenn eine Hand beruhigt, ein „es ist alles gut“ o.a.. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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