Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Ernährt meine Tochter ihr Kind richtig?"

Anonym

Frage vom 26.03.2013

Mein Enkel ist am 25.10.2012 geb. 54 cm und 4190 g.
Im Januar fing meine Tochter schon mit Brei an mittags, Gemüsebrei.
im Febuar fing sie Grießbrei an am morgen und Ende Febuar schon Keksbrei abends.
Flasche garnicht mehr, er würde nicht satt werden.
Sie hatte BEBA Pree alle 2 Stunden, Dezember BEBA PRO 1 umgestellt und so alle 2-3 Std. 150 ml, außer nachts, er hat von anfang an 6 - 8 Std durchgeschlafen.
Nun hat sie die milch komplett abgesetzt und gibt nur noch Brei.
Morgens 8 uhr 200 Grieß, 10 Uhr 1 Fruchtzwerg oder 200 Verdünten Saft 1/1, 12 uhr 90 g Gemüsebrei mit 20 g Früchtetee dazu, zwischen 14 / 15 Uhr 190 g Obstbrei, zwischen durch 180 ml Tee, 18/19 uhr wieder 200 g Hafer oder Keksbrei.
Er spuckt sehr viel, und ich als Oma hab 2 Baby´s gehabt und jedes zweite Wort von meiner Tochter....
- Ist alles mit der Hebamme abgesprochen, es ist alles gut und richtig."
Sie wird auch noch von ihrer Hebamme ja betreut und ich versteh das Essensystem überhaupt nicht.
Ist das wirklich so in Ordnung, mit den vielen süßen Brei und mittag´s gemüse nur die hälfte?
Bitte helfen sie mir, dieses besser zu verstehen und ganz vielen Dank im Voraus
Oma Susanne

Antwort vom 28.03.2013

Hallo, grundsätzlich ist es schwierig Empfehlungen an Dritte, wie die die Großeltern, abzugeben. Ihre Tochter ist selbst verantwortlich für die Ernährung ihres Kindes und sinnvoll ist, dass sie sich auch selbst informiert.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die von Ihnen beschriebene Ernährung so ganz auf die Empfehlung der betreuenden Hebamme zurück geht.
Die langsame Beikosteinführung wird erst ab dem 6. Lebensmonat des Kindes, (frühestens 4. Monat) empfohlen. Kekse, Fruchtzwerge und gesüßte Getränke haben in einer gesunden Ernährung gar nichts verloren und natürlich gehört die Milchflasche noch als fester Bestandteil zur Ernährung (am Besten Muttermilch, sonst Pre-Nahrung).Verständlich erklären kann ich Ihnen also nicht, was Ihre Tochter macht. Wie das Ernährungsschema ungefähr aussehen sollte, können Sie sich hier ansehen:
www.babyclub.de/magazin/babys-erstes-jahr/babyernaehrung/ernaehrungs-fahrplan.html
Alles weitere zur Beikosteinführung können Sie hier nachlesen:
www.babyclub.de/magazin/babys-erstes-jahr/stillen/froehliche.html
Leider ist Ihr Problem ja nicht damit gelöst, dass SIE wissen wie die Ernährung Ihres Enkelkindes sein sollte. Es ist leider recht weit verbreitet, dass Kinder zu früh ungesunde Lebensmittel bekommen. Sie können versuchen Ihrer Tochter noch mal nahezubringen, dass Sie sich Sorgen machen und behutsam versuchen sie zu überzeugen wie eine gesunde Ernährung aussehen könnte. Wenn Ihre Tochter das eher als Einmischung versteht und ihre Beziehung darunter leidet, ist jedoch keinem geholfen. Dann können Sie nur darauf vertrauen, dass Hebamme und Kinderärztin versuchen das Beste zu erreichen. Solange keine akute gesundheitliche Beeinträchtigung Ihres Enkels vorliegt, besteht keine Möglichkeit eine weniger gesunde Ernährung zu verhindern.
Herzliche Grüße, Monika Selow, Hebamme

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