Themenbereich: Stillprobleme

"Kind 11 Wochen, trinkt unruhig an der Brust"

Anonym

Frage vom 24.08.2015

Liebe Hebamme,
meine kleine Tochter (11 Wochen) macht mir beim Stillen etwas Sorgen.
Sie kam mit 3170g auf die Welt. Im Krankenhaus hat es mit dem Stillen nicht gut geklappt, und man hat mir Stillhütchen gegeben. Danach lief es super. Das Entlassungsgewicht war 3060g und nach einem Monat wog sie schon 4000g. Als ich zuhause war habe ich, auch mit Hilfe meiner Hebamme, immer wieder versucht, ohne Stillhütchen zu stillen. Als sie fünf Wochen alt war, hatten wir es endlich geschafft, sie trank entspannt ohne Stillhütchen, schlief machmal nach dem Stillen auch ein. In der achten Woche haben wir begonnen, abends geregelt ins Bett zu gehen (sie schläft ab 19.30 bis ca. 22.45, trinkt dann nochmal und schläft bis früh um vier) - also alles gut.
Seit zwei Wochen ist das Stillen tagsüber fast ein Kampf. Sie trinkt nur 3-5 Minuten, wendet sich dann ab und fängt an zu quengeln. (ich stille überwiegend im Liegen), Nach dem Windeln trinkt sie, wenn ich Glück habe, nochmal 2 Minuten an der anderen Brust (ich habe sehr viel Milch, wenn sie angesaugt hat, und dann doch los läßt, spritzt ihr alles ins Gesicht).
Sie zeigt aber deutliche Zeicvhen, dass die noch Hunger hat (Faust in den Munnd, ect.) Ich habe dann probiert, sie mit dem Nucki zu animieren - und siehe da, Nucki rein, ein paar Sekunden nuckeln lassen, rausziehen, Brust rein, sie trinkt weiter. Mittlerweile ist auch das Stillhütchen wieder mit von der Partie, damit sie wenigstens etwas trinkt.
Diese ganze Sache nervt mich so, ich möchte einfach normal stillen können, ohne das mein Baby mit Stillhilfen veralbert werden muß.
Nachts trinkt sie wunderbar, allerdings auch nur eine Seite, die dann aber so 10 min.
Vom Gewicht her sind wir glaub ich noch im Rahmen, heute bei 5000g. (hat also nicht mehr so schnell zugenommen wie am Anfang).
Was soll ich nun machen - weiter mit Stillhilfen und Stillpositionen experimentieren oder dann einfach aufhören, wenn sie nach 3 min anfängt, sich wegzudrehen, steif zu machen oder zu schreien (sonst ist sie ein ganz entspanntes Kind, wir sind 2x am Tag 2 h ausfahren, da schläft sie 1h davon, sie albert gerne herum usw. NUR das Stillen klappt nicht richtig...ich habe Angst, das sie zu wenig bekommt, weil auch die Stillabstände trotzdem so bei 3h liegen.

Antwort vom 27.08.2015

Hallo, es kann sein, dass Ihre Tochter einen Wachstumsschub durchmacht oder etwas Neues lernt. Das kann dazu führen, dass ein Kind im Allgemeinen sein Verhalten und auch sein Trinkverhalten verändert und in dieser Zeit unruhiger und oft auch unzufriedener wird. Das unruhige Trinken kann auch dadurch bedingt sein, dass Ihr Milchspendereflex sehr stark ist und Ihr Kind mit dem Trinken nicht hinterherkommt, weil es sich z.B. immer verschluckt und dann loslassen muss, obwohl es eigentlich noch Hunger hat. Insgesamt sind aber Kinder in diesem Alter leicht ablenkbar und an vielen anderen Dingen um Sie herum interessiert, sodass Sie schwer Ruhe beim Stillen finden. Vielleicht hilft Ihnen eine andere Stillposition, statt im Liegen z.B. im Wiegegriff mit etwas erhöhtem Oberkörper für Ihr Kind und eine ruhige Atmosphäre beim Stillen.
Vom Gewicht her liegt Ihre Tochter zwar etwas überhalb der 15% Perzentile, also noch ganz im Rahmen, jedoch ist das weiter unten als Ihre anfängliche Kurve. Von daher ist es sinnvoll, dass jemand mit Ihnen nochmal eine Stillmahlzeit beobachtet um Ihnen Tipps zu geben und sicherzustellen, dass Ihre Tochter wirklich genug Milch bekommt. Am besten wenden Sie sich an Ihre Hebamme oder eine Stillberaterin. Bestimmt lässt sich so ein Weg finden, dass Sie Ihre Tochter bald wieder entspannt weiterstillen können.
Alles Gute, Olivia Heiss, Hebamme

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