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Bin traurigund enttäuscht

Hallo zusammen
Ich bin fertig mit den nerven und muss irgendwo reden...
Seit dem meine Tochter auf der welt ist kracht es bei mir und meinem Mann gewaltig....
Er kümmert sich gar nicht um sie und auch wenn er sieht wie fertig ich aussehe und das ich kaum schlafe steht er nie auf und hilft mir,, kein essen geben kein wickeln etc...
Auch der Haushalt bleibt komplett an mir hängen...
Unsere finanzielle situation it momentan ziemlich schwierig, was natürlich nicht gerade zur Besserung beiträgt... Meine Versicherung und ich streiten grad wegen dem mutterschaftsgeld und wir leben momentan nur von seinem Gehalt...
Ich weis einfach nicht mehr weiter, meine süsse ist 5 Wochen alt und ich steh alleine da.... Manchmal denke ich dann auch an Trennung aber meistens beruhigt sich dann alles wieder...
Das komische ist das er unbedingt vater werden wollte und nun keine Verantwortung übernimmt..
Was soll ich machen?

von Kleene0109 / 29.10.2010 22:45

Antwort


Hallo Kleene,

mein Freund dachte anfangs auch er kann sein Leben so weiter leben wie vorher auch, nur das ich jetzt eben mit unserer Kleinen daheim bin.
Für ihn hat sich ja nicht viel geändert, obwohl er auch unbedingt Papa werden wollte. Er muss weiterhin arbeiten gehen etc. Wenn er danach nach Hause kam, ist er erstmal ins Internet, hat sich kaum mit der Maus beschäftigt, sodass sie bei ihm nur geweint hat.
Das tat mir so weh, dass ich irgendwann mit der Faust auf den Tisch gehauen habe und meinte, dass es so eben nicht weitergeht. Ich hab ihn gefragt, ob er sich eigentlich nicht mal gefragt hat warum die Kleine immer bei ihm weint.
Da meinte er nur, dass sie eben ein Mamakind ist und er es nicht haben kann, wenn sie weint, kaum ist er von der Arbeit nach Hause gekommen. Deshalb soll sie lieber bei mir bleiben.
Ich sagte ihm dann, dass sie wahrscheinlich weint, weil sie ihn nicht kennt und er sich einfach mal mit ihr beschäftigen muss.
Wir haben anfangs auch öfter gestritten, denn ich bin ja daheim und durfte auch nachts aufstehen und er konnte schlafen. Da hab ich manchmal einen richtigen Hass bekommen, wenn er seelenruhig geschlafen hat und ich todmüde war und trotzdem noch die Kleine alleine versorgen musste.
Das ging bei uns aber zum Glück nicht lange so! Nach dem Gespräch nimmt er jetzt jeden Abend unsere Maus und spielt mit ihr. Ich hab ihm gesagt, dass er als sein Ritual die Kleine in den Schlafanzug stecken darf, Quatsch machen etc. und danach kommt sie zu mir zum Trinken. Das klappt alles wunderbar und seitdem lacht sie gleich, wenn mein Freund von der Arbeit kommt und sich Zeit für sie nimmt.

Vielleicht solltest du mit deinem Mann auch mal so ein offenes Gespräch führen und ihm sagen was dich verletzt und das du ein bisschen Unterstützung brauchst.
Ich drück die Daumen, dass es auch bei euch bald besser wird!

von Schneewittchen87 / 30.10.2010 08:16

Antwort


Das shlimme ist,dass wir schon so oft darüber gesprochen haben und wenn ich ihn zb bitte sie zu wickeln dann sagt er mir, dass er das nicht riechen kann und ihm davon schlecht wird und wenn ich ihm dann erzähle was sie alles neues kann dann nickt er nur, das macht mich am meisten traurig, dass er sich sowenig für unsere Maus interessiert.
Das wir uns soviel hoffen damit kommenich klar, da gibt er sich auch Mühe dass es besser wird. Aber er muss sich einfach mehr für sie interessieren und was sie alles schon kann. Er hat sie bis jetzt noch fast nie lächeln gesehen oder was sie halt für Gesichter macht wenn sie drückt oder so ;)
Selbst jetzt am verlängerten Wochenende kam nichts rüber.
Die kleine konnte die letzten beiden Tage wegen Bauchschmerzen nicht schlafen und ich hab mich die ganze Zeit um sie gekümmert. Selbst als um vier Uhr morgens die arme Maus gewimmert hat hielt er es nicht für nötig sich um sie zu kümmern...
Ich muss echt schaun dass sich das irgendwie ändert...aber ich verstehs halt einfach nicht... :(
Er wollte heute nicht mal mitgehen spazieren... :((

von Kleene0109 / 31.10.2010 20:53

Antwort


Hallo Kleene,
wenn sich das bei Euch nicht ändert würde ich einen Schlußstrich ziehen, ist zwar hart aber was bringt Dir das. Erstens würde es Dir wahrscheinlich finanziell besser gehen und auch seelisch würde es Dir besser gehen. Vielleicht hat sich das Dein Partner das alles einfacher vorgestellt und ist nun mit allem überfordert. Aber ich finde es echt total krass, wenn der eigene Vater sein Kind nicht wickeln will weil es riecht und zu sagen das es ihn dabei schlecht wird finde ich unmöglich. Ich habe 6 Kinder, mein Partner geht arbeiten und nach der Arbeit geht er mit allen Kindern auch raus, also er hilft und Unterstützt mich wo er kann. Aber wenn es bei Deinen Partner schon mit einem Kind nicht klappt, mache Dir keine Hoffnungen. Wie gesagt es kann viele Ursachen haben das Dein Partner im Moment so ist, vielleicht ja wirklich auch wegen der finanziellen Situation, spreche doch nochmal mit ihn, bereite Abends was schönes vor und sprcht in aller Ruhe miteinander. Hast Du es schon mal in betracht gezogen Wohngeld und evtl. Kindergeldzuschlag zu beantragen?
Ich wünsche Dir viel Glück!
LG Claudia

von vivi151008 / 04.11.2010 22:17

Antwort


find das auch ziemlichen hammer, was er da bringt. ich kann verstehen, dass es für männer mit babys nicht unbedingt leicht ist (ist es für uns frauen ja auch net), mein mann z.b. hat auch ein echt dünnes nervenkostüm, wenn unser sohn sich erstmal in rage gebrüllt hat und er eigentlich fernseh guggen will ;) aber so ist es halt, ich find das gebrülle ja auch nicht gerade entspannend, aber da muss man durch. das sag ich ihm in so situationen auch.

er schlägt sich auch nicht ums wickeln, das hab ich schon gemerkt, aber er macht es wenn ich ihn drum bitte, oder auch manchmal von alleine.

nachts gibts bei uns zum glück kaum theater mit geschrei, aber wenn versuche ich das immer von ihm abzuhalten, ausser ich bin total verzweifelt weil ich unseren sohn nicht still bekomme, dann weck ich ihn.
er ist halt mom der ernährer der familie und muss früh raus, daher braucht er seinen schlaf so gut es eben geht.

ich denke die männer müssen genauso in die neue rolle hineinwachsen wie wir frauen, und sie tun es auf andre weise als wir und es dauert vielleicht etwas länger. daher würd ich jetzt bei deinem kerl noch net hopfen und malz verloren sehen, aber in naher zukunft sollte er sich schon in seine vaterrolle mit allem was dazu gehört einfinden.

daher würde ich ganz klar mit ihm tacheles reden, weil so gehts dauerhaft wirklich nicht. vielleicht rüttelt es ihn auf, wenn seine eigene tochter in einigen wochen anfängt bei ihm zu fremdeln und er merkt dass er sich mehr kümmern muss.

drück dir die daumen, dass er sich fängt!!

lg xenaka

von xenaka / 04.11.2010 23:12

Antwort


Hey Kleene0109,

ein Kind ist leider eine ziemiche Belastungsprobe.
Hab aber die Erfahrung gemacht, dass viele Männer einfach noch das alte Rollenbild vor Augen haben: Frau = Mutti und Hausfrau, Mann = Verdiener. Oft haben sie innerlich Zweifel, ob sie das alle schaffen, weil ja nun 3 Menschen von einem Gehalt ernährt werden müssen, wo es vorher wei waren, die von zwei lebten.
Zudem KÖNNEN viele Männer wirklich nicht mit Babys umgehen. Richtig PAPA werden die erst, wenn die Kinder so "groß" sind, dass man etwas mit ihren "anfangen" kann, wie im Sand buddeln, Ball spielen, Fahradfahren lernen,...
Versuche, es nicht alles so persönlich zu sehen, Dein Mann liebt dich und deine Tochter ganz sicher. Auch wenn er nicht so reagiert, wie du dir das wünschst. Leider geistert in vielen Köpfen noch herum, dass ein "bißchen" Haushalt und Kind ja kaum Arbeit sind, wärhend der Arbeitende schwer für sein Geld schuftet, Das ist leider das Los der Frau. Da war es früher fast besser, als es normal war, dass die Frau zuhause war. Da langte meist auch ein Gehalt. Viele haben sich an die ganzen "Neuerungen" im Zuge der Emanzipation noch nicht angepasst. Genossen viele ja noch den Erziehungsstil, wo es normal war, dass Vater Ged scheffelt und Mutti noch die Pantoffeln wärmte und Zeitug bügelte (überspitzt ausgedrückt).
Und was die heißgeliebte Mutti schaffte, muss doch auch die eigene Frau schaffen. Schließlich hat sie ja soooo viel Zeit und nix zu tun.
Dass es im wahren Leben anders ist, haben noch nicht alle Männer verstanden. Die meinen das aber nicht böse.
Vielleicht tröstet dich das ein wenig.
ich hab damals, als ich in der Situation war immer voll das Interesse für seine Arbeit geheuchelt (auch wenn es mir eigentlich egal war, ob Kollege X jetzt den Kopierer aufgefüllt hat oder nicht :-D).
Wenn er dann angeben konnte, was für ein toller Held er auf der Arbeit war und wie wichtig er doch ist, kam er dann auch mit entgegen. Wenn sie sich wichtig vorkommen, fühlen sie sich vom Kind nicht verdrängt und wollen der Mutter, bzw der Frau noch einmal mehr zeigen, was sie alles können. Klingt doof, funktioniert aber ab und an tatsächlich :-D

von 51zu49 / 06.11.2010 18:55

Antwort


Hey Kleene0109,

ein Kind ist leider eine ziemiche Belastungsprobe.
Hab aber die Erfahrung gemacht, dass viele Männer einfach noch das alte Rollenbild vor Augen haben: Frau = Mutti und Hausfrau, Mann = Verdiener. Oft haben sie innerlich Zweifel, ob sie das alle schaffen, weil ja nun 3 Menschen von einem Gehalt ernährt werden müssen, wo es vorher wei waren, die von zwei lebten.
Zudem KÖNNEN viele Männer wirklich nicht mit Babys umgehen. Richtig PAPA werden die erst, wenn die Kinder so "groß" sind, dass man etwas mit ihren "anfangen" kann, wie im Sand buddeln, Ball spielen, Fahradfahren lernen,...
Versuche, es nicht alles so persönlich zu sehen, Dein Mann liebt dich und deine Tochter ganz sicher. Auch wenn er nicht so reagiert, wie du dir das wünschst. Leider geistert in vielen Köpfen noch herum, dass ein "bißchen" Haushalt und Kind ja kaum Arbeit sind, wärhend der Arbeitende schwer für sein Geld schuftet, Das ist leider das Los der Frau. Da war es früher fast besser, als es normal war, dass die Frau zuhause war. Da langte meist auch ein Gehalt. Viele haben sich an die ganzen "Neuerungen" im Zuge der Emanzipation noch nicht angepasst. Genossen viele ja noch den Erziehungsstil, wo es normal war, dass Vater Ged scheffelt und Mutti noch die Pantoffeln wärmte und Zeitug bügelte (überspitzt ausgedrückt).
Und was die heißgeliebte Mutti schaffte, muss doch auch die eigene Frau schaffen. Schließlich hat sie ja soooo viel Zeit und nix zu tun.
Dass es im wahren Leben anders ist, haben noch nicht alle Männer verstanden. Die meinen das aber nicht böse.
Vielleicht tröstet dich das ein wenig.
ich hab damals, als ich in der Situation war immer voll das Interesse für seine Arbeit geheuchelt (auch wenn es mir eigentlich egal war, ob Kollege X jetzt den Kopierer aufgefüllt hat oder nicht :-D).
Wenn er dann angeben konnte, was für ein toller Held er auf der Arbeit war und wie wichtig er doch ist, kam er dann auch mit entgegen. Wenn sie sich wichtig vorkommen, fühlen sie sich vom Kind nicht verdrängt und wollen der Mutter, bzw der Frau noch einmal mehr zeigen, was sie alles können. Klingt doof, funktioniert aber ab und an tatsächlich :-D

von 51zu49 / 06.11.2010 18:56

Antwort


Hallo Mädels
Ihr hattet recht ich musste mal wirklich auf den Tisch hauen...

Ich hab ihm klar gemacht dass er der kleinen mehr zeigen muss dass er auch da ist und am Anfang hat er das voll verneint. Als er aber dann die kleine beruhigen wollte als sie bauchweh hatte hat sie nur noch mehr geschrien und als ich sie auf dem arm genommen habe hat sie aufgehört. Ich denke dabei ist der Groschen gefallen und wenn er jetzt Zeit hat verbringt er sie nicht mit seinem Auto sondern mit uns :)

Vielen dank für eure Hilfe und eure unterstützung :)

von Kleene0109 / 08.11.2010 19:52

Antwort


Na, das hört sich doch super an :-). Glückwunsch!
Männer brauchen wohl manchmal etwas länger oder man muss sie direkt mit der Nase drauf hinweisen.
Macht weiter so!

von Schneewittchen87 / 09.11.2010 09:07

Antwort


Hallo Kleene,

fixiere Dich nicht auf die Sachen die nicht funktionieren. Je mehr, Du Dich ärgerst, desto schlimmer wird es. Freu Dich über Eure gesunde Tochter, schau nach vorne und geniesse jeden Tag, das andere braucht ein wenig und rüttelt sich bald wieder ein.

von Mauerbluemchen / 04.02.2011 16:45

Antwort


hallo Kleene,


mein Mann war die meiste Zeit auch so, hat vieles abgetan dass es doch nicht so schwer ist usw. usw. noch dazu kommt mein ältester mit einer sehr ausgeprägten Form von ADHS. Nun bin ich mit meiner schwägerin über das wochenende im wellness gewesen und siehe da, mein mann sieht vieles nun mit anderen Augen.

Viele Männer brauchen eine Weile bis sie verinnerlicht haben, dass sie Väter sind und sich das leben nunmal nicht mehr so leben lässt wie zuvor. Wie schon oft erwähnt wurde, solltest du ein Gespräch suchen und wenn das nicht hilft, nimm dir 1 oder 2 Tage auszeit...bleib in der nähe aber verliere dich nicht selbst.

LG

von KnuddelMami / 14.03.2011 15:42

Antwort


Hallo Kleene,

freut mich, dass du auf den Tisch gehauen hast. Manche Männer brauchen das einfach!

von Kleine_Maus / 23.03.2011 16:31

Antwort


Sehr gut, dass du einfach Mal auf den Tisch gehauen hast. Ich glaube, Männer brauchen das manchmal einfach, weil sie so sehr damit beschäftigt sind Familienoberhaupt zu spielen, dass sie dabei vergessen, dass sich ein Boot nicht durchs simple geben von Anweisungen rudert, sonder, dass man mitanpacken muss!

von atrice / 29.03.2011 12:50

Antwort