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Themenbereich: Schwangerschaft

Nur Dottersack zu sehen bei fraglichem Schwangerschaftsalter

Frage vom 08.03.2018

Liebes Hebammenteam!

Ich bin 35 j. und Mutter von 2 gesunden Kindern (2005, 2015).
Im Oktober 2016 hatte ich eine Fehlgeburt in der 14. ssw mit Ausschabung. Beim Embryo hatte das Herzchen in der 12 ssw. aufgehört zu schlagen. Nun bin ich wieder schwanger laut Berechnung in der 11. ssw. Bei meinem ersten US in der 9. ssw konnte der Frauenarzt nur eine Fruchthöhle mit Dottersack feststellen in der Größe der 6 Woche entsprechend , keinen Herzschlag.
Eine Woche später nochmals einen US wieder nur eine Fruchthöhle mit Dottersack, kein Herzschlag, bei der Größe war er sich nicht mehr so sicher ob es jetzt 6 od. 7 Woche entspricht.
Er gab mir keine weiteren Hoffnungen und überwies mich ins KH zur Ausschabung.
Es wurden leider keine Hcg Werte gemessen.
wahrscheinlich ist diese Vorgangsweise bei uns in Österreich nicht üblich.

Nur weis ich jetzt nicht was ich tun soll, mein Gefühl sagt mir das ich noch warten sollte und eventuell einen natürlichen Abgang abwarten.
Mittlerweile ist wieder eine Woche vergangen und die typischen Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit, Brustspannen, manchmal ziehen in der Leistengegend und Rückenschmerzen sind noch vorhanden und manchmal auch stärker als vorher.
Was ich auch noch habe sind manchmal leicht blutiger od. brauner Ausfluss.
Mein Frauenarzt meinte bei der ersten Untersuchung das mein Muttermund sehr empfindlich ist und leicht zu bluten anfängt.

Meine Fragen:

Hat man Schwangerschaftsbeschwerden auch wenn der Embryo sich nicht weiterentwickelt hat in der 6. ssw?

Wie lange würde ein natürlicher Abgang evt. dauern?

Oder besteht noch Hoffnung das sich aus dem Dottersack doch noch etwas Entwickelt hat?

Kann ein Eisprung fast 3 Wochen nach hinten versetzt werden wenn man sonst einen fast regelmässigen Zyklus von 28-30 Tagen hat.

Ich muss dazu sagen das meine letzte Blutung am 23.12.2017 war und ich ein paar Tage später von meiner Schwägerin erfahren habe das sie wieder Schwanger sei, für mich war es ein Schock weil wir es ja seit fast einem Jahr probierten und nicht schwanger wurden.
Kann so etwas einen Eisprung versetzen?

Meine 2 anderen SS hatten sich immer in relativ kurzen Zeitraum eingestellt. (2005, 2015)

was würden sie mir raten?

Ich weis sehr viele Fragen, aber ich danke ihnen schon mal im Voraus

Herzliche Grüße

Antwort vom 11.03.2018

Hallo,
bis jetzt ist unklar in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich befinden, da sich der Eisprung immer mal verschieben kann, auch deutlich. was genau die Ursache davon sein könnte, lässt sich nicht feststellen höchstens vermuten. Insofern kann es auch eine Art Schock sein, der zu einer Verschiebung führt. Manche Frauen berichten, dass die Schwangerschaftsbeschwerden nachgelassen haben, als die Schwangerschaft nicht mehr intakt war.
Solange Zweifel bestehen, ob die Schwangerschaft intakt ist oder nicht, ist Abwarten die richtige Entscheidung. Wenn Sie sich noch schwanger fühlen, wäre ein erneuter Ultraschall mit einem Abstand von zwei Wochen sinnvoll, um zu sehen, ob sich nicht doch noch ein Embryo entwickelt hat.
Die HCG-Messung alleine sagt wenig aus. Sie ist nur als zusätzliches Kriterium sinnvoll. Wenn der HCG-Wert innerhalb von 48 Stunden deutlich abfällt, ist eine Fehlgeburt zu erwarten. Umgekehr bedeutet ein steigender HCG-Wert aber keine Garantie auf eine intakte Schwangerschaft.
Wie lange es dauert bis eine natürliche Fehlgeburt einsetzt, ist leider nicht zuverlässig vorherzusagen. Meist ist bei der Diagnose ja nicht bekannt wie lange die Entwicklung schon aufgehört hat. Früher wurde die Diagnose "verhaltene Fehlgeburt" erst gestellt, wenn der kein weiteres Bauchwachstum bei der Frau festgestellt wurde.
In den letzten Jahrzehnten wurde nach der recht frühen Diagnose durch Ultraschall meistens sehr schnell eine Ausschabung vorgenommen, so dass auch wenig Erfahrungswerte vorliegen, wie lange es dauert bis die Fehlgeburt natürlicherweise einsetzt. Studien zu Folge haben alle Vorgehensweisen Vor- und Nachteile, es lässt sich aber nicht sagen, dass eine Methode deutlich besser oder sicherer wäre. In den letzten Jahren wird daher auch vermehrt eine abwartende Vorgehensweise unterstützt, wobei unterschiedlich lange gewartet wird. Von Hebammen, die Fehlgeburten betreuen wird berichtet, dass sie oft einsetzt, wenn ansonsten die Menstruation zu erwarten gewesen wäre.
Es ist sehr schade, dass es in Ihrer Gegend anscheinend keine Möglichkeit der persönlichen Begleitung bei einem abwartenden Vorgehen zu geben scheint. Sie können nur selbst entscheiden, wie Sie alleine weiter vorgehen. Ich kann Ihnen nur raten auf einen Ultraschall zu bestehen, bevor Sie eine Ausschabung vornehmen lassen, falls Sie sich dazu entschließen sollten.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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