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Themenbereich: Fehlgeburt

Unterstützende Maßnahmen bei Fehlgeburt

Anonym

Frage vom 31.10.2018

Hallo, ich bin sehr verunsichert und deshalb wende ich mich an Sie!

Ich befinde mich gerade mitten in meiner ersten Fehlgeburt zu Hause. Natürlich wurde mir von seitens der Gynäkologin angeraten mich ausschaben zu lassen. Ich habe mich aber direkt dagegen entschieden. Ich habe zwei gesunde Kinder auf die Welt gebracht und für mich kommt das einfach nicht in Frage.

Ich habe am Samstagabend leichte Schmierblutung gehabt, am Sonntag wurden die Schmierblutung etwas stärker. Nach einer kleinen Pause am Montag , setzten dann nachmittags starke Schmerzen ein. Ich beschreibe es als Wehenschmerz! Ich hatte dann auf der Toilette den ersten Blutsturz mit größeren Gewebestücken. Danach waren die Schmerzen vorbei und die Blutungen wurden sehr stark. Ich habe mit meiner Hebamme gesprochen, die mit den Rat gegeben hat mich hinzulegen und mir Eis auf den Unterleib zu legen. Daraufhin haben die Blutung auch schnell aufgehört. Am Dienstag ging es mir morgens relativ gut und nachmittags haben wieder die wehenartigen Schmerzen eingesetzt. Es wurde daraufhin aber nichts ausgestoßen! Die Blutungen waren menstruations stark. Heute morgen ging es mir eigentlich sehr gut und jetzt gegen Mittag geht es wieder rapide bergab. Die Schmerzen sind wieder da und ein bisschen Gewebe ist wieder abgegangen. Die Schmerzen sind aber trotzdem nicht weg!

Ich bin müde und kraftlos habe literweise Tränen geweint und kann einfach nicht mehr. Ich habe das Gefühl, dass mein Körper versucht noch etwas aus zu stoßen aber dass er es nicht schafft. Was kann ich noch tun?
Meine Hebamme hier ist wirklich sehr lieb und hat mir bei meinem zweiten Kind auch wirklich sehr geholfen. Ich habe nicht unbedingt das Gefühl, dass sie nicht für mich da ist, aber ich weiß nicht genau ob sie wirklich erkennt wie schlecht es mir diesmal geht. Der Tipp mit dem Eis war gut, aber muss nicht eigentlich die Kontraktion der Gebärmutter gefördert werden, damit alles abgehen kann? Ich kann ja jetzt nicht eine Woche lang mit diesen Schmerzen ausharren und immer mal wieder stückchenweise etwas gehen lassen.. es gibt doch bestimmt auch irgendwelche Tees oder Globulis, die man in meiner Situation nehmen kann, um das Ganze erträglicher zu machen oder vielleicht so beschleunigen.. Ich frage mich auch ob es so ratsam ist mich jedes Mal, wenn ich blute einfach ins Bett zu legen, die Beine zu verkreuzen und abzuwarten..
Ich brauche einfach dringend eine zweite Meinung! Ich möchte auf keinen Fall ins Krankenhaus.. Mein Kreislauf ist stabil, und abgesehen von dem Zustand dieser kleinen Geburt hier zu Hause, geht es mir den Umständen entsprechend gut. Körperlich! Seelisch ist die andere Geschichte, aber damit würde ich mich befassen wenn ich das alles geschafft habe.

Antwort vom 01.11.2018

Hallo, es tut mir sehr leid, dass Sie eine Fehlgeburt haben. Leider lässt sich die Situation übers Internet nicht beurteilen, so dass ich Ihnen nur allgemeine Maßnahmen empfehlen kann. Wenn es für Sie besser ist im Bett zu bleiben, sollten Sie das tun. Entspannung hilft dem Körper bei der Ausscheidung und Verarbeitung der Fehlgeburt. Es ist nicht zu erwarten, dass das quasi nebenbei gut abläuft, während der Alltag so weiter gehen kann. Unterstützend gegen die Schmerzen könnten Sie ein krampflösendes Mittel nehmen, wie beispielsweise Buscopan (schulmedizinisch) oder Spascupreel (Homöopatisch). Zur Normalisierung der Blutung und der Kontraktion der Gebärmutter ist Hirtentäschel als Tee oder Tinktur wirksam. Auch klassische Schmerzmittel sind möglich, wobei aber darauf geachtet werden muss, dass diese sich nicht auf die Blutgerinnung auswirken, wie beispielsweise bei Aspirin. Bitte besprechen Sie sich zu medikamentösen Maßnahmen immer auch mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Ärztin, weil jedes Medikament einer Anpassung an den individuellen Zustand bedarf (Gegenanzeigen, Dosierung usw.).
Zu beachten ist auch, dass nach der Fehlgeburt noch Bedarf an Schonung in Form eines" Wochenbetts" besteht. Falls Sie berufstätig sind, sollten Sie sich krank schreiben lassen, wenn Sie Haushalt und Kinder versorgen müssen, können Sie sich eine Haushaltshilfe verschreiben lassen. In jedem Fall haben Sie Anspruch auf die Kostenübernahme für Besuche der Hebamme. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie den natürlichen Verlauf der Fehlgeburt abwarten Ausschabung vorgenommen wurde.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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