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Themenbereich: Schwangerschaft

Sorge nicht wieder schwanger werden zu können

Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto Anonym
Hallo, ich hatte am 03.05.2019 nach einem Missed Abort wegen Genfehler in der 8 SSW. eine Ausschabung, es folgten vorerst keine weiteren Problem nicht mal eine Blutung hatte ich im direkten Anschluss und was mich ebenso sehr befasst das ich Blutgruppe 0 Resus Negativ hab und diese Spritze bekommen hab irgendwo meine ich manchmal das der Abort meine Schuld ist. Meine Regelblutung blieb allerdings aus (für mich komisch und auch eventuell zu lange? Meine erste Regelblutung hatte ich am 16.08.2019, 15 Wochen nach Ausschabung) und diese dann richtig heftig sowas hatte ich zuvor nie! Ich bin 38 und jetzt richtig verunsichert, ich habe zwar einen relativ normalen Zyklus von 26 Tagen seit August dennoch eine stärkere Regel und Begleiterscheinungen und Unterleibsschmerzen, Mega Kopfschmerzen und Müdigkeit. Auch war der Vorgang zur Schwangerschaft und der komplette Vorgang für mich völlig befremdend. Bevor ich von meiner Schwangerschaft erfuhr hatte ich so eine innere Intuition das ich schwanger werde und im Anschluss explodierte mein Körper förmlich genau so schnell wie sich mein Körper veränderte und ich schon zu Anfang aussah als sei ich in der 20 Woche dauerte auch der Rückgang! Ist das denn alles normal? Ich habe Angst das ich nicht mehr schwanger werden kann ich verspüre leere und obwohl ich einen Zyklus hab lässt mich der Gedanke nicht los das seit dem Abort alles kaputt ist, ich zu alt bin und einfach nichts mehr funktioniert! Was kann und sollte ich tun?

Frage vom 27.12.2019

Hallo, es tut mir sehr leid für Sie, dass Sie eine Fehlgeburt durchmachen mussten. Die Fragen, die Sie sich stellen, sind ein Teil des Verarbeitungsprozesses nach so einer traurigen Erfahrung. Wenn Sie anhaltend belastet sind durch die vielen Gedanken, wäre es sinnvoll sich persönliche Unterstützung zu holen. Die Möglichkeiten übers Internet sind begrenzt und es sind nur allgemeine Aussagen möglich, die für Ihre individuelle Situation nur begrenzt hilfreich sein können. Ansprechpartner, neben Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin könnte eine Schwangerenberatungsstelle sein oder der "Sozialpsychiatrische Dienst". Beides ist kostenlos, flächendeckend vorhanden und Sie müssen wahrscheinlich nicht allzu lange auf einen Termin warten. Dabei könnten Sie sortieren welche Möglichkeiten es gibt, um die aufkommenden Fragen zum vergangenen zu klären und welche Unterstützung Sie bei der Umsetzung des Kinderwunsches in Anspruch nehmen können.
Es ist normal nach einer Fehlgeburt, dass Zyklus und Eisprung eine Weile brauchen können, um sich wieder einzupendeln. Je nach Ursache und Verlauf kann das auch mal einige Monate dauern. Bei einer Schwangerschaft findet durch die Hormone eine Auflockerung des Gewebes statt, die mit einer Zunahme des Blutvolumens und Wassereinlagerung verbunden ist. Gewichtszunahme und Veränderung des Körpers sind also nicht in erster Linie durch die Größe der Gebärmutter und des Kindes verursacht, sondern ein allgemeiner Umstellungsprozess. Dieser Effekt kann verstärkt sein bei bestimmten Störungen, die mit einer vermehrten Ausschüttung des Schwangerschaftshormons verbunden sind. Ob das bei Ihnen der Fall gewesen sein kann, ist ohne Kenntnis der damaligen HCG- Werte nicht zu sagen. Dafür sprächen jedenfalls, der "Gendefekt", die starke körperliche Veränderung und die verlängerte Zeit der Rückbildung. Hier könnten Sie noch mal bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder bei der Klinik nachfragen.
Schuldgefühle nach einer Fehlgeburt sind häufig. Sie sind Teil des Verarbeitungsprozesses. "Schuld" sind Sie sicher nicht. Das Gefühl schuld zu sein verhindert das Gefühl, dass etwas passiert ist, auf das sie keinen Einfluss gehabt haben. Je nach Persönlichkeit kann es schwerer zu akzeptieren sein, dass etwas schicksalhaft passiert, zumal es dann auch wenig Möglichkeiten gibt es das nächste mal anders zu machen. In diesem Punkt kann das eingangs empfohlene Gespräch in einer Beratungsstelle hilfreich sein.
Für die Regulation der als stark empfundenen Menstruation könnte Mönchspfeffer hilfreich sein.
Aus dem was Sie angegeben haben, ist anzunehmen, dass Sie grundsätzlich wieder schwanger werden können und die Schwangerschaft auch erfolgreich abschließen können. Eine Wartezeit von einem Jahr (gerechnet ab dem Zeitpunkt, wo wieder eine Menstruation vorhanden war) ist noch völlig normal. Wenn Sie etwas tun wollen, kann ich Ihnen empfehlen mit der NFP-Methode Ihren Zyklus zu beobachten. Aus den Aufzeichnungen lässt sich bestätigen, dass ein Eisprung vorliegt oder es lässt sich leichter feststellen, woran es liegen könnte, wenn eine Störung vorliegen sollte.Nähere Informationen dazu finden Sie hier:
https://www.babyclub.de/magazin/Kinderwunsch/nfp-familienplanung.html
Ich wünsche Ihnen alles Gute im Neuen Jahr, Monika Selow

Antwort vom 30.12.2019


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