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Themenbereich: Risikoschwangerschaft

"Fehlgeburtrisiko: Ich hatte im März 1999 eine Fehlgeburt, w..."

Frage:

Fehlgeburtrisiko: Ich hatte im März 1999 eine Fehlgeburt, war aber kurz darauf wieder schwanger (ca. 3 Monate später) und im März 2000 wurde unser Sohn geboren. Im Juli 2000 hatte ich wieder eine Fehlgeburt, wahrscheinlich war die Schwangerschaft zu früh nach der Entbindung. Jetzt bin ich wieder schwanger, 6.Woche, und habe sehr viel Angst, dass es wieder schief geht. Was meinen Sie wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist und was kann ich tun um das Risiko möglichst gering zu halten ? Der Arzt hat bei mir außerdem einen niedrigen Eisengehalt im Blut festgestellt (7.5) und hat mir ein Kombi-Präparat aus Eisen+Folsäure verschrieben. Ich habe aber mal irgendwo gehört, dass es sogar wichtig ist, dass der Eisenwert am Anfang der Schwangerschaft niedrig ist. Was ist jetzt richtig ? Ich bin unsicher denn Eisen ist doch für den Sauerstofftransport so wichtig. Außerdem hat er mir Magnesium und Jod verordnet. Ist das überhaupt jetzt schon sinnvoll ? Die Jodtabletten sind recht hoch dosiert (100 ug). Für ihre Mühe bedanke ich mich recht herzlich.

Antwort:

Die Wahrscheinlichkeit, daß es wieder passiert, ist bei mehreren Fehlgeburten schon etwas erhöht. Versuchen Sie sich körperlich zu schonen und begeben Sie sich in die Hände einer Hebamme, die Sie homöopathisch o.ä. gegen die vorz. Wehen behandeln kann (zahlt die Krankenakasse, auch Hausbesuche). Der Eisenwert wird durch eine Zunahme des Blutvolumens zu Beginn der SS automatisch niedriger, aber ab einem bestimmten Wert sollte man Eisen zugeben, weil es Ihnen selbst dann nicht mehr so gut geht (körperliche Schwäche, Konzentrationsprobleme etc). Magnesium und Jod sind Standardgaben in der SS, die den erhöhten Jodbedarf decken und einer möglichen Krampfbereitschaft der Gebärmutter entgegenwirken, wie das ja bei Ihnen der Fall ist mit den vorz. Wehen. Vermeiden Sie Lebkuchen und die Gewürze, die darin enthalten sind, und die man zum Kochen verwenden könnte (Ingwer, Kardamom, Nelken...). Diese Gewürze sind wehenanregend. Die Folsäure beim Eisen unterstützt die Blutbildung des Ungeborenen und verhindert bei einer sehr frühen Einnahme einen offenen Rücken (Spina bifida) beim Kind.

16.01.2001

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