Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"tiefsitzende Plazenta"

Anonym

Frage vom 14.05.2001

Heute wurde bei mir (14+3)per Ultraschall eine bis zum Muttermund reichende Lage der Plazenta festgestellt. Mein Arzt hat mich über Blutungsrisiko informiert und mir jegliche körperliche Anstrengung untersagt. Sind längere (3-5 Stunden) Autofahrten in diesem Fall gefährlich?
Außerdem verstehe ich zwei Angaben im Mutterpass nicht:
Letzte Untersuchung (vor zwei Wochen) Plazenta HW. Heute: Plazenta VW (tief). Was bedeuten HW und VW? Kann sich das ändern?
Außerdem steht unter Sonstiges A(mit Kreis drumherum)D,L. Was bedeutet das?
Danke für die Informationen.

Anonym

Antwort vom 16.05.2001

Leider kann ich Ihnen hierbei nicht sehr viel weiterhelfen: der Mutterkuchen kann zwar ein wenig die Lage verändern, nicht allerdings in der Gebärmutter umherwandern. Meines Erachtens nach wäre es zu erklären, dass Ihr Frauenarzt bei der ersten Untersuchung die Plazenta zunächst eher an der Hinterwand gesehen hat, bei diesem Ultraschall - das Kind ist etwas gewachsen und die Lokalisationen sind daher etwas einfacher - sah es mehr nach einer Vorderwandplazenta aus. Während die Plazenta den Platz nicht verändert hat und die ganze Zeit "irgendwo" saß, hat sich mit der wachsenden Gebärmutter die Lage etwas verschoben. Ob der Mutterkuchen allerdings vorne oder hinten sitzt, ist zunächst einmal nicht ganz so wichtig. Wichtiger ist hier der tiefe Sitz der Plazenta, der unter Umständen zu Blutungen führen kann. Über diese Risiken hat Sie Ihr Frauenarzt sicherlich ausreichend aufgeklärt. Eine längere Autofahrt ist meines Erachtens nicht unbedingt wegen des tiefen Sitzes ein Problem, sondern eher wegen des langen Sitzens im Auto, daher sollten Sie hier in jedem Fall häufigere Pausen machen. Da mir Ihr bisheriger Schwangerschaftsverlauf allerdings nicht bekannt ist, kann ich Ihnen nicht sagen, in wie weit andere Gründe gegen diese Fahrt sprechen. Fragen Sie hierzu bitte Ihren Frauenarzt oder Ihre betreuende Hebamme um Rat. Die können Ihnen bei einem Blick in den Mutterpass dann sicherlich auch sagen was das A (wahrscheinlich ein Hinweis auf den sogenannten Risikokatalog vorne im Mutterpass) sowie das D und das L bedeuten sollen. Falls Sie noch keine Hebamme haben, die Sie auch schon in der Schwangerschaft betreut, können Sie sich unter www.hebammensuche.de oder bei Ihrer voraussichtlichen Entbindungsklinik informieren.

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