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"Wie häufig Stuhlgang bei Flaschen/gestilltem Kind"

Anonym

Frage vom 19.11.2001

Wieviel Stuhlhäufigkeit ist normal ?
Mein Sohn (05.10.2001, 53cm, 3.345g) wird mit der Flasche ernährt, wobei er täglich 5-6 Mahlzeiten a 130ml trinkt. Die Malhzeiten bestehen aus 3-4x täglich Humana Pre und 2-3x täglich Muttermilch. Er wiegt aktuell 4.500g. Mein Sohn hatte bis zum 13.11. ca. alle 2 Tage Stuhlgang und keine Probleme mit Bauchschmerzen. Seit dem 13.11. jedoch nur noch ca. alle 3-4 Tage. Er rudert oft mit Armen und Beinen und hat offensichtlich Bauchschmerzen. Nach Lesen der verschiedenen Anfragen an Sie habe ich schon folgendes probiert: Fläschenzubereitung mit Fencheltee, 2 TL Milchzucker pro Fläschen, Fußmassage. Nun meine Frage: Wieviel Stuhlhäufigkeit ist bei "gemischt" (Humana / Muttermilch) ernährten Kindern normal ? Ab wann spricht man von Koliken ? Wie verträgt sich Milchzucker in Flaschen UND Sab Simplex nach den Mahlzeiten ? Woran erkenne ich, ob es Bauchschmerzen w/ Verdauungsstörungen sind oder Blähungen ? Wie lange Milchzucker beimischen und wie oft täglich ?
Herzliche Grüße und vielen Dank.

Anonym

Antwort vom 22.11.2001

Kinder, die voll gestillt werden können bei jeder Mahlzeit oder nur alle 10 Tage Stuhlgang haben, dies ist alles noch normal. Ein mit künstlicher Milch ernährtes Kind sollte allerdings täglich Stuhlgang haben, ebenso ein Kind , welches hauptsächlich mit künstlicher Milch ernährt wird, wie Ihr Sohn. Wenn der Kleine allerdings nur alle zwei Tage Stuhlgang macht und keinerlei Verdauungsprobleme hat, ist dies auch in Ordnung. Koliken sind ganz einfache Verdauungsbeschwerden, den früher üblichen Begriff Drei-Monats-Koliken gibt es heutzutage nicht mehr, man spricht jetzt von Schreikindern, da man die Ursache des Schreien nicht mehr in den Blähungen vermutet, sondern da man glaubt, dass die Blähungen nur die Folge sind. Der Beginn dieser "Koliken" sind meist um die vierte Lebenswoche (meiner Erfahrung nach!) und auern unterschiedlich lange, manchmal bis zum dritten Monat, manchmal aber auch noch länger. Falls es sich bei Ihrem Sohn um ein sogenanntes Schreikind handelt, möchte ich Ihnen dringend raten, hier nicht einfach abzuwarten, bis es wieder aufhört, sondern hier Hilfe in Anspruch zu nehmen, Adressen finden Sie unter www.gaimh.de. Sowohl Saab als auch den Milchzucker sollten Sie nur bei Bedarf geben. Massieren Sie Ihrem Sohn beim wickeln kurz den Bauch oder die Füße im Uhrzeigersinn, evt. mit einem ätherischen Öl, und geben Sie ihm bei Bedarf ein warmes Kissen auf den Bauch um die Verdauung zu unterstützen. Wenn Ihr Sohn sich sehr quält geben Sie bei Bedarf die Tropfen (Sab oder Lefax) und bei ausbleibender Verdauung den Milchzucker - ruhig im Teefläschchen. Bitte fragen Sie auch Ihren Kinderarzt um Rat, manche haben mit Kümmelzäpfchen oder Spascupreelzäpfchen auch sehr gute Erfolge erzielt, lassen Sie sich hierzu aber noch mal in einem persönlichen Gespräch beraten.

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