Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Kann Gemüse aufgewärmt werden? Abendbrei nur mit Wasser zubereiten?"

Anonym

Frage vom 14.11.2002

Mein Sohn ist jetzt 5 1/2 Monate alt und wird noch voll gestillt. Ab Anfang Dezember, wenn er 6 Monate alt ist, würde ich gerne anfangen, ihm mittags Gemüsebrei zu geben. Bei der Durchsicht diverser Bücher zum Thema Säuglingsernährung verwirrt es mich, daß einerseits überall steht, daß Babynahrung nicht wieder aufgewärmt werden darf, aber andererseits auch empfohlen wird, auf Vorrat zu kochen und einzelne Portionen einzufrieren. Da ich diese ja nun vor dem Füttern warm machen muß, wärme ich diese ja auf jeden Fall auf. Ist das nicht ein Widerspruch? Oder gilt das nur für nitratreiches Gemüse?

Eine zweite Frage bezieht sich auf den Abendbrei, der ja als zweiter Brei eingeführt wird. Wenn Allergien in der Familie liegen, sollte man ja mit Kuhmilch im ersten Jahr vorsichtig sein. Wenn ich den Abendbrei aber mit Wasser zubereite, dann macht er ja wahrscheinlich nicht richtig satt und mein Sohn hält die Nacht damit nicht durch. Raten Sie dazu, den Brei mit Muttermilch anzurühren, das Kind im Anschluß zu stillen oder z.B. einen Schuß Sahne zuzugeben?

Anonym

Antwort vom 15.11.2002

-Es ist richtig, dass dies zunächst als ein Wiederspruch erscheint. Wenn Sie die Breimahlzeiten jedoch vorbereiten, sollen diese sofort etwa 20 min im kalten Wasser heruntergekühlt werden und dann eingefroren werden. Dies können Sie dann am Abend vorher in den Kühlschrank stellen um es dort langsam aufzutauen und am Mittag im Wasserbad erwärmen. Man sollte die Babynahrung aber nicht mehrfach erhitzen, da dann auch die Nitrate angereichert werden können und der Brei einen Vitaminverlust erleidet.
Sie können den Abendbrei mit Muttermilch anrühren, oder nur mit Wasser und anschließend noch stillen. Das Anrühren nur mit Wasser wird allerdings nicht unbedingt empfohlen da es dann zu einer Unterversorgung von Vitamin B12 und Kalzium kommen kann, wenn die Kleinen nicht noch weitere Milchmahlzeiten bekommen. Wenn Sie auf Kuhmilch verzichten möchten weil Ihr Sohn allergiegefährdet ist, sollten Sie auch keine Sahne zum sättigen verwenden, da auch hier das Kuhmilcheiweiß enthalten ist. Manche Eltern verwenden aber auch eine HA-Milch zur Breizubereitung oder als Alternative zur Kuhmilch - wenn die Muttermilchmenge nicht mehr ausreicht um die Kalziumzufuhr zu gewährleisten - die Ziegen- oder Stutenmilch. Vielleicht interessiert Sie zu dem Thema Ernährung auch die Broschüre des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de) : "Ernährung von Kleinkindern und Säuglingen".

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