Themenbereich: Stillen allgemein

"Mein Sohn 9W wollte nicht an die Brust.Also pumpe ich immer ab..."

Anonym

Frage vom 17.09.2003

Hallo Liebes Hebammenteam
Ichhabe eine Frage zum Stillen.Und zwar es hat bei mir nicht von Anfang an geklappt.Mein Sohn 9W
wollte nicht an die Brust. Also pumpe ich immer ab.Damit klappt´s ich wollte fragen woher weiß ich daß er mehr braucht?Und stellt sich die Milch auf sein bedürfnisse ein wenn er nich an der Brust selber trinkt?(Wird sie dicker)und wie lange soll ich es noch abpumpen?
Danke für die Antwort.

Anonym

Antwort vom 17.09.2003

-Wenn Ihr Sohn vier bis sechs nasse Windeln am Tag hat, sechs bis acht Mahlzeiten in 24 Stunden trinkt, eine rosige Gesichtsfarbe und einen warmen Körper hat, insgesamt einen zufriedenen Eindruck macht und in der Woche etwa 110 bis 250 g an Gewicht zunimmt, können Sie sicher sein, dass er gut gedeiht. Wenn er mehr Milch braucht, wird er in auffällig kürzeren Abständen trinken wollen. Dann müssen Sie einige Tage häufiger abpumpen, um Ihre Milchbildung anzuregen. Kinder wachsen in Schüben und fordern dann recht plötzlich mehr Milch. Viele Babys haben einen solchen Wachstumsschub im Alter von etwa drei Monaten. Je häufiger dann die Brüste entleert werden, desto mehr Milch wird gebildet. Die Wachstumsschübe können einige Tage anhalten. Viele Kinder finden danach zu ihrem gewohnten Trinkrhythmus zurück. Am besten ist es, wenn Sie beide Seiten mit einem Doppelpumpset gleichzeitig abpumpen. Das gleichzeitige Abpumpen beider Brüste regt die Milchbildung gut an und verkürzt die Pumpdauer. Sie pumpen dann ca. 10 –15 Minuten. Das Doppelpumpen ist möglich mit Milchpumpen der Firmen Medela und Ameda. Die Muttermilch wird mit wachsendem Alter des Kindes nicht dicker oder sämiger. Im Gegenteil: Sie macht eher einen dünnen und wässrigen Eindruck und ist nicht zu vergleichen mit dem Aussehen künstlicher Säuglingsnahrung. Dennoch passt sie sich den Bedürfnissen des Kindes an und ist nahrhaft und sättigend, auch wenn Sie die Muttermilch abpumpen. Kinder können bis zum Ende des sechsten Monats ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden. Sie brauchen in dieser Zeit keine zusätzlichen Flüssigkeiten. Das Abpumpen kann auf die Dauer sehr anstrengend sein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihr Sohn auch jetzt noch das Trinken an der Brust lernt. Das würde Ihnen viel Mühe ersparen. Sie können sich mit einer Hebamme oder Stillberaterin in Verbindung setzen, die mit Ihnen noch einmal das Anlegen üben und Sie unterstützen oder beraten kann. Mit etwas Geduld und Hilfestellung können Sie Ihren Sohn wahrscheinlich bald ausschließlich an der Brust stillen.
Adressen von freiberuflichen Hebammen erhalten Sie bei Ihrer Entbindungsklinik oder beim Gesundheitsamt. Kontakt zu Stillberaterinnen: Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS): www.afs-stillen.de, La Leche Liga (LLL), www.lalecheliga.de, Adressen von Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC: www.bdl-stillen.de

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