Themenbereich: Abstillen

"Zeitpunkt fürs abstillen"

Anonym

Frage vom 26.01.2004

mein sohn,6mon.,sabbert sehr viel und hat ständigen ausschlag am kinn und auch auf der brust.ich behandle das mit zinköl u.ziehe ihm oft einen schutz um den hals,damit die stelle auf der brust besser heilen kann!was kann ich sonst noch tun?
auch würde ich gerne wissen,wie man genau u.am besten abstillt und wann es das beste ist...ich stille noch voll und er braucht das auch noch...er ist sehr anhänglich,da er mit einer woche sechs tage,wegen staphylokokken auf der intensivstation war!ich konnte ihn nur dreimal am tag besuchen,da ich selbst behandelt wurde(brustentzündung u.zweimaliges ausschaben u.totale blutarmut)u.sehr schwach war...
liebe grüsse m.roller

Anonym

Antwort vom 26.01.2004

Der Ausschlag am Kinn kann von der ständigen Feuchtigkeit durch das Sabbern kommen. Die Brust kommt mit seinem Speichel allerdings nicht so oft in Berührung. Sie sollten abklären, wo der Ausschlag herrührt, wann er zuerst aufgetreten ist und um was es sich genau handelt. Zeigen Sie den Hautausschlag Ihrem Kinderarzt/ärztin und lassen Sie sich beraten, wie Sie die Haut behandeln sollen. Hautprobleme lassen sich häufig sehr gut homöopathisch behandeln. Hierzu müssten Sie einen Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/in mit Kenntnissen in der Homöopathie aufsuchen. Sie sollten Ihren Sohn wenigstens bis zum Ende des sechsten Lebensmonats ausschließlich stillen und im siebten Monat mit der Beikost beginnen. Lassen Sie sich viel Zeit mit der Umstellung auf feste Nahrung und richten Sie sich nicht nach den Gewohnheiten und dem Geschmack der Erwachsenen. Als Grundregel gilt, dass Sie Woche für Woche ein neues Nahrungsmittel anbieten und Monat für Monat eine Stillmahlzeit durch eine Beikostmahlzeit ersetzen. In den ersten Wochen der Beikosteinführung wird Ihr Sohn optimalerweise noch überwiegend gestillt. Mit zunehmenden Beikostmengen wird sich allmählich Ihre Milchmenge reduzieren. Beginnen Sie mittags mit einem Gemüsebrei, der in der ersten Woche nur aus einem Gemüse besteht (z.B. Pastinake, Kürbis oder Karotte). Am ersten Tag füttern Sie nur drei bis fünf Teelöffel und steigern die Menge von Tag zu Tag. In der zweiten Woche können Sie dem Gemüse eine gekochte Kartoffel hinzufügen und in der dritten Woche ein weiteres Gemüse u.s.w.. So können Sie nachvollziehen, wie Ihrem Kind die fremde Nahrung bekommt, was er mag oder worauf er möglicherweise allergisch reagiert. Im Laufe eines Monats steigern Sie die Breimenge, bis Ihr Sohn bei dieser Mahlzeit nicht mehr gestillt wird. Wenn Sie so weit sind, fügen Sie dem Gemüsebrei raffiniertes Pflanzenöl hinzu. Falls Ihr Sohn die feste Nahrung noch verweigert, können Sie bedenkenlos weiterstillen und es einige Tage später wieder mit dem Brei versuchen. Im zweiten Fütterungsmonat ersetzen Sie die Abendstillmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Obstbrei. Dann folgt ein milchfreier Getreide-Obstbrei am Nachmittag und schließlich die Morgenmahlzeit als Milch-Getreide-Obstbrei oder schon mit kleinen Brotstückchen, je nach Alter des Kindes. In der Broschüre „Gesunde Ernährung von Anfang an “ (Verbraucherzentrale Hamburg, Tel. 040/24832-20, E-Mail: info@vzhh.de ) finden Sie wertvolle Informationen und Hintergründe zur schonenden Einführung der Beikost.

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