Themenbereich: Kaiserschnitt

"Geburt nach Kaiserschnitt"

Anonym

Frage vom 05.03.2004

Ich habe vor 2 1/2 Jahren einen Notkaiserschnitt gehabt (Muttermund oeffnete sich nicht und die Herztoene des Kindes wurden zu schlecht). Jetzt bin ich wieder in der 27. Woche schwanger und meine Plazenta liegt etwas tief (2. Stufe). Mein Arzt erklaerte nun, dass eine "normale" Geburt nur mit Rueckenmarksspritze und Saugglocke erfolgen kann oder aber ein erneuter Kaiserschnitt in Frage kommt. Welche Geburtsart ist sicherer und vor allem besser fuer das Baby und mich? Ich befuerchte, dass auch diesmal der Muttermund nicht aufgeht, da es eigentlich keinen Grund beim ersten Kind dafuer gab. Beim ersten Kaiserschnitt brauchte ich sehr lange, um wieder auf die Beine zu kommen (sehr starker Wundschmerz und Enttaeuschung). Welche homoeopathischen Mittel empfehlen Sie bei bzw. nach einem Kaiserschnitt?
Mit freundlichem Gruss
Nicole Rohling

Antwort vom 05.03.2004

Hallo,

auch wenn es beim ersten Kind so war, muss das nicht heißen, dass sich der Muttermund auch beim nächsten Kind nicht öffnet. Es sind nicht unbedingt körperliche Gründe, die eine Öffnung verhindern. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die sich in der Zwischenzeit durchaus geändert haben können. Zu Denken ist etwa an:
- Angst vor den Veränderungen im beruflichen Leben
- Unsicherheit bezüglich der Partnerschaft
- Angst vor der Mutterrolle
- starker innerer Druck alles „richtig“ zu machen
- überhöhte Erwartungen an sich selbst und die Geburt
und vieles mehr.
Saugglocke und Rückenmarksspritze sind keinesfalls selbstverständlich nach einem Kaiserschnitt und ich halte beides auch nicht für von vorneherein empfehlenswert. Ich rate Ihnen sich mit einer Hebam-me ausführlich über die letzte Geburt und die derzeitigen Möglichkeiten in Ihrer Region zu unterhalten. Gerade die Enttäuschung beim letzten mal könnten Sie sich noch einmal näher ansehen, um heraus-zufinden, was dazu geführt hat, dass Sie so enttäuscht sind aber auch wie sich eine Enttäuschung bei der nächsten Geburt in dem Ausmaß vermeiden lässt. Welche Mittel zu Ihrer Unterstützung hilfreich sein können, finden Sie mit Ihrer Hebamme dann auch sicher gemeinsam besser heraus. In Frage kommt sowohl Homöopathie, als auch Bachblüten oder Akupunktur.
Alles Gute für die weitere Schwangerschaft und die Geburt, Monika Selow

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