Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Kind ißt nachts besser als tagsüber"

Anonym

Frage vom 02.11.2004

Hallo! Unser Sohn Tim ist 8 Monate alt. Ich habe ihn 6 Monate voll gestillt und danach mit Beikost angefangen. Morgens bekommt er ein Fläschchen mit Folgemilch, mittags mache ich ihm einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Von diesem ißt er höchstens fünf Löffel. Die Zwischenmahlzeit Obst verweigert er nach ein paar Löffel ebenfalls. Abends ißt er eine kleine Portion Milchbrei (Grieß, 4Korn oder Hirse) Wenn ich ihn ins Bett bringe, trinkt er noch sehr intensiv und lange an der Brust. Nach einer Stunde wacht er schon wieder auf und läßt sich nur mit der Brust beruhigen. Danach kommt er alle drei Stunden. Manchmal ist es schon so schlimm das er jede Stunde kommt. Zwischenzeitlich liegt er bei uns im Bett, damit ich während dem stillen weiterschlafen kann.
Kann es sein, daß er, da er am Tag zu wenig ißt, seine Nahrung nachts zu sich nehmen muß. Sein Gewicht ist in Ordnung (8400g/71cm). Er nimmt auch stetig zu. Ich weiß mir keinen Rat mehr. Er schläft auch nur bei mir ein und wenn er aufwacht und merkt, daß nur sein Vater da ist, dann kommt er nicht mehr in den Schlaf. Ich kann abends nicht mal für ein bis zwei Stunden weg. Wissen sie einen Rat?

Anonym

Antwort vom 02.11.2004

Hallo, zu erst würde ich den Kontakt zwischen Vater und Sohn wachsen lassen.
Muten Sie den Beiden doch mal ein Wochenende gemeinsam tagsüber zu. Ihr Mann ist dann natürlich auch für das Füttern zuständig. Probieren sie das dann regelmäßig zu integrieren. Es kann gut sein, das Ihr Sohn deutlich besser ißt. Nach dem abendlichen Stillen sollte Ihr Mann ihn häufiger zu Bett bringen. Wenn sich das gut eingespielt hat, können Sie sich die Nacht vornehmen. Ersetzen Sie das eine um andere Stillen mit Wassergaben. Auch das müssen Sie gut mit Ihrem Mann absprechen. Lassen Sie die Abstände dann größer werden, um dann realistisch auf erst mal 1-2 mal trinken pro Nacht zu kommen. Wenn Sie noch weiterstillen möchten, probieren Sie doch, ob Ihr Sohn morgens statt der Flasche nicht lieber an der Brust trinken soll. Wenn sie doch zunehmend die Muttermilchmenge reduzieren wollen, probieren Sie die 1-2 mal trinken nachts auch mit Wasser zu ersetzen. Passen Sie einen guten Moment ab, wo Sie alle drei Ruhe und Geduld (das Kind muß Infektfrei- und sollte nicht mit Zahnen beschäftigt sein) für Ihr Vorhaben finden. Herzliche Grüße, Ina

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