Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Ergebnisse der Pränataldiagnostik"

Anonym

Frage vom 03.01.2005

Hallo, ich bin in der 13. Schwangerschaftswoche und habe in 12.SSW eine Messung der Nackenfalte und einen Bluttest machen lassen. Während die Nackenfalte einen Wert von 0,08 cm ergeben hat, ergaben die Blutwerte ein erhöhtes Risiko von 1:210. Nun bin ich unsicher was dieser Wert eigentlich aussagt (z.B. eigentliches Risiko in Prozent?) Was würden Sie mir raten? Herzlichen Gruß, Carola

Antwort vom 03.01.2005

Hallo, der gemessene Wert ist nicht besonders hoch. Er sagt aus, dass Sie mit der Wahrscheinlichkeit wenn Sie 210 Kinder bekommen würden eins mit Behinderung dabei wäre. Prozentusal liegt das Risiko für ein behindertes Kind bei 0,5 %. Durch weitere invasive Diagnostik (Fruchtwasserentnahme) hätten Sie ein ca. doppelt so hohes Risiko ein gesundes Kind zu verlieren als ein behindertes zu entdecken.
Ich persönlich halte nicht viel davon den Frauen mit abstakter Wahrscheinlichkeitsrechnung Angst vor Behinderung zu machen. Die Untersuchungen geben ein falsches Gefühl der Sicherheit. Die meisten Behinderungen sind nicht feststellbar und werden erst im späteren Leben erworben (z.B. durch Unfälle, Krankheiten, Frühgeburtlichkeit). Jemandem in dem Zusammenhang einen Ratschlag zu geben ist schwierig, weil letztendlich die Entscheidungen selbst getroffen werden müssen und sie abhängig sind von der persönlichen Einstellung.
Alles Gute, Monika

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