Themenbereich: Abstillen

"Milchbildung nach dem Abstillen wieder in Gang setzen"

Anonym

Frage vom 28.01.2005

Ich bin Sandra 22 jahre alt und hab ne Tochter die jetzt morgen 10 wochen alt wird. Ich war immer eine die nie stillen wollte, doch jetzt bereue ich es sehr. Ich hab gehört das man trotz dem Abstillen wieder die Milchbildung in Gang setzen kann, stimmt das? wenn ja was muss ich tun? Und wäre es für das Kind überhaupt gut von Flasche aufs Stillen umzustellen? Ich weiß meine einsicht zum Thema stillen komm spät.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Im vorraus schon mal danke.
Grüße

Anonym

Antwort vom 28.01.2005

Hallo, ob es klappt, dass Sie voll Stillen können, kann ich ihnen nicht garntieren, Sie müßten es ausprobieren.
Immer wieder anlegen und das Kind an der Brust saugen lassen. Je häufiger angelegt wird, umso mehr Milch wird gebildet.
Sorgen Sie aber auch für sich selber, denn Sie brauchen ausreichend Ruhe, gute Ernährung und viel Flüssigkeit.
Von der Firma Medela gibt es ein Brusternährungsset(Apotheke). In einen Behälter, der um den Hals liegt, ist Ersatzmilch gefüllt, die über einen Schlauch zur Brustwarze geführt wird. Wenn das Kind an der Brust saugt, kommt die Milch aus dem Behälter(somit erlebt das Kind keinen Frust), aber durch das Saugen wird die Brust trotzdem angeregt. Die Chancen auf Erfolg, sehe ich 50:50. Allerdings wird es nicht von Heute auf Morgen klappen, dass die Milch kommt. Vor allem brauchen Sie viel Geduld.
Auch mit einer guten Pumpe(elektr. Medela oder Ameda)mit Doppelpumpsystem oder Handpumpe( Avent oder die neue Medelahandpumpe).Sie sollten neben dem Anlegen immer wieder zusätzlich pumpen- auch wenn keine Milch fließt weiterpumpen.
Das Medikament Paspertin mit 3 Gaben a 10mg pro Tag, kann die Milchmenge gesteigert werden.Sie müssen das Medikament ca. 7-14 Tage einnehmen. Bei den untersuchten Frauen fand eine Steigerung von 72% der Milchmenge statt.Nach dem Absetzen reduziert sich die MMenge geringfügig.
Ich finde es toll, dass Sie sich diesen Vorsatz genommen haben, und auch sehr mutig, denn die Umwelt wird in den meisten Fällen den Kopf schütteln.
Holen Sie sich Mut bei einer Freundin, die auch gestillt hat- oder andere Mütter, die stillen, denn diese unterstützen Sie viel eher, als Frauen, die nie gestillt haben
Sie haben Anspruch auf Hebammenhilfe- entweder 2 Stillberatungen oder Sie besorgen über den Hausarzt oder Frauenarzt ein Rezept für Hebammenhilfe, wie für eine Krankengymnastin (Sie sagen einfach, Sie hätten Stillprobleme und die Hebamme müßte kommen, wenn dies nicht klappt, fragen Sie direkt bei der Kasse nach) und dann rufen Sie bei einer Hebamme an- sagen Sie gleich worum es geht- denn es werden nicht alle Hebammen bereit sein zu kommen, da es in der Regel ein bißchen zeitintensiver als eine normale Betreuung ist. Oder die Hebamme nicht das nötige Fachwissen hat, dass für eine Milchbildung nach 10 Wochen nötig ist. Dies wissen nur stillfortgebildete Hebammen, da es zu speziell ist.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, bei Fragen einfach wieder schreiben.

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