Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Fruchtwasseruntersuchung wegen Hormonwerten notwendig?"

Anonym

Frage vom 02.03.2005

Liebe Hebammen,

ich habe mit 12+1 SSW eine NT Messung mit Blutentnahem und Risikokalkulation durchführen lassen.
Dabei kam ein Risiko von 1:804 ( mein Hintergrundrisiko ohne Untersuchung liegt bei 1:421) raus.
Die Nackenfalte war "unauffällig" mit 1,6 mm.
Auffällig hierbei waren die "schlechten" Hormonwerte:
PAPP-A 0,3 MoM und ß-hCG 0,9 MoM.
Der Arzt sagte mir, die Werte seien nicht optimal und wenn ich ängstlich wäre, könnte ich mir überlegen eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen zu lassen.
Daraufhin entschied ich mich für eine 2. NT Messung zum Zeitpunkt 13+5 SSW.
Nackenfalte wieder "unauffällig" mit 1,7 mm.
Dabei kam eine Risiko von 1:2035 heraus. PAPP-A nun 0,4 MoM un d ß-hCG 1,1 MoM.
Diese Werte seien nun akzeptabel und mein Arzt meint es sei keine Fruchtwasseruntersuchung nötig.
Wie ist Ihre Meinung ?
Ich bin sehr verunsichert und ängstlich, dass vielleicht doch was nicht in Ordnung ist.
Viele Bekannte haben nur die Nackenfalte gemessen bekommen. Danach wären meine Werte ja o.k.
Was sagen diese Hormonwerte genau aus ?
Wie hoch ist das Risiko bei einer Fruchtwasseruntersuchung ?
Wie häufig kommt es zu späteren Infektionen ?
Bitte helfen Sie mir mit Ihrer Erfahrung.

Danke und Gruss

TANJA

Antwort vom 02.03.2005

Hallo, ich würde Ihnen empfehlen die Untersucherei nun zu beenden. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung hilft Ihnen auch nicht weiter und Hormonwerte unterliegen Schwankungen. Das Risiko für eine Fehlgeburt bei einer Fruchtwasseruntersuchung wird mit 1-2 zu 100 angegeben. Das Risiko ein (gesundes) Kind durch die Untersuchung zu verlieren ist also um ein vielfaches höher als Ihr statistisches Fehlbildungsrisiko. Die absolute Sicherheit gibt es nicht, egal wie viele Untersuchungen Sie durchführen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie durch die schwer exact zu interpretierbaren Ergebnisse arg verunsichert werden und Sie dies letztendlich daran hindert emotionalen Kontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen und sich darauf zu freuen. Wenn Sie so wollen, ist auch das ein Risiko. Vielleicht würde Ihnen ein persönliches Gespräch mit einer Hebamme helfen die risikoorientierte, rein medizinische Ebene wieder zu verlassen, was Ihnen sicher gut tun würde.
Herzlichen Gruß, Monika

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