Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"Zu viele Androgene"

Anonym

Frage vom 20.07.2005

Hallo,

ich möchte Ihnen kurz meine Vorgeschichte erzählen und dann meine momentane verzwickte Situation schildern. Ich bin Angang 20, hatte mit 12 das erste Mal meine Periode und insgesamt ab dem 13. Lebensjahr einen recht regelmäßigen Zyklus von 29 - 30 Tagen. Abgesehen davon habe ich mich vollkommen normal entwickelt und weder äußerlich noch organisch wurden je Störungen festgestellt. Ich war bereits einmal schwanger und hatte zudem nie irgendwelche Zyklusprobleme.
Ich habe im September 2004 die Pille Monostep nach ca. 2 Jahren abgesetzt, die letzte Blutung unter der Pille im Oktober bekommen und erst im Januar 2005 "natürlich geblutet".
Nachdem im Februar und März erneut keine Blutung kam, stellte meine FÄ 4 kleine Zysten an einem Eierstock fest und nahm Blut ab. 2 Wochen später meinte sie, dass ich zu viele Androgene hätte, nie wieder von alleine bluten würde und in einem Jahr (!!) noch einmal wiederkommen sollte. Bis dahin könnte man nichts tun, außer, dass ich einmal Chlormadinon einnehmen sollte (was ich auch getan habe), um im Mai endlich wieder einmal zu bluten, damit die Schleimhaut nicht verletzte werden würde.
Mit dieser "Diagnose" gab ich mich natürlich nicht zufrieden und ging ein paar Wochen später zu einer anderen FÄ, die keine Zysten feststellte, keine vergrößerten Ovarien und demnach PCO aussschloss. Dafür meinte sie (ohne Untersuchung!), dass ich wahrscheinlich AGS hätte und man mir während der nächsten Blutung noch einmal Blut abnehmen sollte.
Doch wie sollte dies gehen, wenn ich nicht von alleine bluten würde? Wieder habe ich mich total verlassen gefühlt und ging schließlich zu einem Endokrinologen, der sowohl PCO als auch AGS (ebenfalls ohne Untersuchung) ausschloss und meinte, ich sei mit 1,40 m einfach zu klein, um schwanger zu werden, es sei eine "natürliche Schutzfunktion" des Körpers.
Nun fühlte ich mich vollkommen veräppelt, immerhin bekommen sogar 90 cm große Frauen problemlos Kinder, und so habe ich nun Ende der Woche einen Termin in einer Spezialabteilung, um einen Insulinresistenztest durchführen zu lassen

Mein Partner und ich haben nämlich einen sehr großen Kinderwunsch und daher wollte ich Sie einfach mal um Rat fragen.
Zurzeit warte ich erneut auf meine Periode und kann mit den "angeblichen Diagnosen" der Ärzte überhaupt nichts anfangen, da ich weder Symptome von PCO noch von AGS habe.
Ich möchte doch bloß einen normalen Zyklus mit Eisprüngen, damit ich mir endlich meinen größten Wunsch erfüllen kann!

Ich bin mir sicher, dass ich bei meiner letzten natürlichen Blutung im Juni einen ES hatte (habe sowohl den Mittelschmerz als auch die Zervixschleimveränderungen bemerkt, genau wie früher vor der Pille) und komme mit diesem Hin und Her nicht gut zurecht.
Woran erkennt man eindeutig rein äußerlich PCO und AGS? Wie lange dauert es, bis sich die Periode nach dem Absetzen der Pille (wenn man sie ca. 2 Jahre lang nahm) einpendelt? Wie ist der Zervixschleim und der Muttermund kurz vor der Periode? Unverhüteten GV hatte ich bisher nicht, also brauche ich wohl keinen Test zu machen.

Ich nehme übrigens seit ca. 3 Monaten Mönchspfeffer und seit ca. 2 Wochen Folsäure. Könnte es sein, dass der Mönchspfeffer zwar anfangs geholfen hat, doch nun eine Blutung unterdrückt (dies habe ich zumindest irgendwo gelesen)?

Anbei füge ich Ihnen meine Blutwerte, die im APRIL gemacht wurden (seitdem habe ich keine neuen) und hoffe, dass Sie mir etwas dazu sagen können:

Thyreotropin/TSH basal (CLIA) 2,37
Androstendion (RIA) 2,51
DHEA-Sulfat (CLIA) 1,40
17-beta-Estradiol/E2 (CLIA) 101
Progesteron (CLIA) 1,06
Follitropin/FSH (CLIA) 6,70
Lutropin/LH (CLIA) 18,4
Prolaktin (CLIA) 10,4
Testosteron basal (CLIA) 0,94

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

Josephine

Antwort vom 20.07.2005

Trotz Ihrer ausführlichen Angaben kann ich Ihnen leider nicht viel sagen zu Ihren Fragen! PCO erschwert häufig das Schwanger werden, einfach weil die Hormonsituation sehr stark schwanken kann. Äußerlich erkennen kann man das nicht. Es gibt eine Selbsthilfegruppe mit der Internetadresse www.pco-syndrom.de, vielleicht finden Sie da weiter. Auch bei AGS gibt es angeborene und erworbene Formen, nicht unbedingt äußerlich erkennbar. Dass aber, wenn möglicherweise beides zusammenkommt es sehr schwierig sein kann, schwanger zu werden, kann ich mir schon vorstellen. Dass der Mönchspfeffer letztlich negative auswirkungen hat auf Ihren Zyklus kann ich mir nicht vortellen. Vielleicht kann Ihnen auch einE erfahreneR HomöopathIn weiterhelfen? Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine klarere Auskunft geben kann! Alles Gute für Sie!

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