Themenbereich: Schlafen

"machen wir etwas falsch?"

Anonym

Frage vom 02.12.2005

Hallo,
wir haben im Moment mit unserem Sohn (15 Monate) ein Problem. Im ersten halben Jahr hat er so gut wie immer 8 Stunden am Stück durchgeschlafen. Das war schon so ab der 4.Woche. Er schlief immer sehr spät ein (21 - 22 Uhr) und lag in seinem Bett bei uns im Schlafzimmer. Da er aber viele Schlafgeräusche macht (Strampeln, ab und zu Schnarchen,...) und wir immer sehr leise beim zu Bett gehen sein mußten, haben wir mit 6 Monaten sein Bett in sein Zimmer gestellt. Dort hält er ohne Probleme 2 STunden Mittagsschlaf, wenn ich beim Einschlafen dabei bin. Nachts macht er aber ein ziemliches Theater. Erstmal schläft er alleine nicht ein. Wir haben 10 am Stück versucht ihn schreien zu lassen (da war er ca. 10 Monate alt) und nur alle 3 Minuten sind wir hinein gegangen. Das zog sich jeden Abend bis zu 2 Stunden hin und er schlief irgendwann schluchzend und erschöpft ein. NAch 10 Tagen brachen wir das ab. Da die Abende schrecklich waren und er in der Nacht das Gleiche veranstaltete.Die weiteren Nächte sahen so aus, dass er bei uns im Wohnzimmer auf dem Arm einschlief, wir brachten ihn ins Bett (ca. 21 -22Uhr), um ca. 1 Uhr wurde er wach, kam in unser Bett und bekam dort eine Flasche Milch. (Tee nimmt er nachts nicht) Nun wurde er bis ca 5 Uhr jede 1,5 bis 2 Stunden wach und trank. Ab spätestens 6 Uhr schlief er friedlich manchmal bis morgens um 11 Uhr. Durch das viele Trinken ist er sowie das Bett aber jeden Morgen nass. Mittlerweile sind wir mit unseren Kräften am Ende und der Platz im Bett wird immer enger. Wir haben nun seit 3 Tagen erneut mit der 3-Minuten-Methode angefangen, aber er rastet nur noch mehr aus, wenn wir das Zimmer dann wieder verlassen und es wird mit jedem Mal schlimmer. Außerdem wird er meist nach einer Stunde wieder wach und dann geben wir meist nach und holen ihn zu uns, weil wir sonst selbst keinen Schlaf bekommen. Wir wissen einfach nicht mehr weiter und haben Angst etwas falsch zu machen. Vielleicht können Sie uns weiter helfen?
Liebe Grüße

Anonym

Antwort vom 02.12.2005

Hallo, ich denke, es hat sich schon ein enormer Erwartungspegel auf beiden Seiten eingespielt, dass es gar nicht so einfach ist, den jetzt zu durchbrechen. Im Moment machen Sie eine halbe Sache, wenn Sie die "3min-Methode" anwenden, nach einer Stunde ihn aber doch zu sich ins Bett holen. Diese Methode ist möglich, wenn Sie dahinter stehen, nicht aber, wenn Ihnen dabei das Herz bricht. Am Mittag bleiben Sie bei ihm, bis er eingeschlafen ist. Ist das zumindest bis sich ein Schlafrhythmus wieder eingespielt hat- nicht auch am Abend möglich? Vielleicht braucht Ihr Kleiner auch etwas mehr Licht zum Einschlafen (Türe auf lassen). Wird er über Tag satt? Suchen Sie vor Ort Hilfe, es gibt z.B. Schrei-und Schlafsprechstunden, wo in Ruhe die ganze Situation besprochen und durchdacht werden kann. Alles verändert sich stetig, nichts wird bleiben, wie es ist. Alles Gute, Barbara

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