Themenbereich: Geburtseinleitung / Geburtsbeginn

"Geburtseinleitung bei Diabetes?"

Anonym

Frage vom 16.12.2005

Hallo, in ihrer Antwort schreiben sie, wenn die Diabetis "nur" mit Diät gut eingestellt sei, werden weitere "Behandlungen" bzw. eine Einleitung am Termin nicht empfohlen. Ich halte weder Diaet noch spritze ich Insulin, da meine Ernaehrung anscheinend auch so schon ausgeglichen genug ist. Ich messe eine Stunde nach den Mahlzeiten meinen Blutzucker und liege immer zwischen 80 und 120 und meine Diabetologin hat mir einen Grenzwert von 140 genannt, den ich noch nie erreicht habe. Jetzt frage ich mich natuerlich, ob da ein Wehenbelastungstest und eine Einleitung zum ET, wie vom Krankenhaus gefordert wirklich Sinn machen. Ausserdem habe ich jetzt gehoert, dass dem Neugeborenen nach der Geburt stuendlich Blut von der Ferse genommen wird, um den Blutzucker zu messen und ggf Glucose zu geben. Danke fuer ihre Erfahrung/Meinung.

Antwort vom 17.12.2005

Hallo, hoffentlich haben Sie wenigstens eine Ernährungsberatung bekommen. Ich finde es schon etwas merkwürdig, wenn die ganz einfach durchzuführenden Maßnahmen, wie zum Beispiel eine gewisse Menge an Beeinflussung durch Diät nicht für nötig gehalten werden, andererseits aber dem Geburtszeitpunkt eine so große Bedeutung beigemessen wird, dass ein Belastungstest oder die Geburt eingeleitet werden soll. Nach meinem Verständnis machen die vorgeschlagenen Maßnahmen als reine Vorsichtsmaßnahmen wenig Sinn. Sollten sich Auffälligkeiten wie ein sehr großes Kind, übermäßig viel Fruchtwasser oder Zeichen einer Plazentastörung zeigen, dann wäre immer noch die Gelegenheit einzugreifen. Wenn keinerlei Behandlung notwendig ist, finde ich es fraglich, ob überhaupt von einem Diabetes gesprochen werden sollte. Auch wenn Ihnen keine Ernährungsratschläge gegeben wurden, sollten Sie auf Zucker, zuckerhaltige Getränke, Obst in größeren Mengen und Fruchtsäfte verzichten. Es stimmt, dass dem Baby nach der geburt häufiger Blut abgenommen wird, allerdings brauchen Sie bei den eigenen Werten keine Komplikationen beim Kind zu fürchten. Sinnvll wäre es, wenn Sie Ihr Kind innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt stillen. Die vormilch verhindert weit besser als Glukose, dass der Blutzucker drastisch abfällt, weil sie sehr nährstoffreich ist und länger anhält. Anlegen ist daher eine bessere Maßnahme als Glukosegabe. Mit einem starken BZ-Abfall ist Glukose-Gabe aber manchmal auch erforderlich, insbesondere, wenn das Kind nicht trinken mag. Wahrscheinlich wird sich wie gesagt, bei der BZ Messung nach der Geburt aber alles im Rahmen bewegen.
Alles Gute, Monika

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