Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Was tun wenn der Kleine nicht essen will?"

Anonym

Frage vom 12.06.2006

Hallo liebes Hebammenteam!
Ich bin wieder einmal am verzweifeln. Mein Sohn, jetzt 7 Monate, sträubt sich seit nunmehr wieder fast 2 Wochen wehement gegen das essen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Brei oder Milch.
Er ist seit seiner Geburt ein sehr schlechter Esser, trank schon immer sehr wenig. Mit dem Stillen hat es anfangs auch nicht so recht geklappt, jedoch mit viiieeel Geduld und einigen ausprobieren hat es dann irgendwie funktioniert, aber immer viel Nerven gekostet, da er ca. nur 3 Minuten am Stück trank, und dann im Wechsel geschriehen bzw. geweint und wieder weiter getrunken hat, bis er sich dann völlig abwandt. (im Krankenhaus hat er bis zur unteren Grenze abgenommen und gar nicht zugenommen, erst während den nächsten 2-3 Wochen. Zur Geburt war er ziemlich schwer und groß 3725 g und 53 cm(zumindest für unsere Verhältnisse, denn ich und mein Mann sind beide klein 1,59 cm und 1,65 und schlank =47kg und 58 kg)
Nun ja, bis zum 5. Monat habe ich es geschafft, voll zu stillen, 4-5 Mahlzeiten (abends abgepumpt und mit Flasche gegeben, damit das zu Bett gehen ruhiger ist), dann wurde abends die Milch knapper und mein Kinderarzt meinte, ich könnte mit dem Mittagsbrei beginnen, was uch auch tat. Ab dem 6. Monat musste ich die auf Rezept ausgeliehene Milchpumpe wieder abgeben und seit diesem Zeitpunkt geht meine Milch sehr deutlich immer mehr zurück, da Lion (mein Sohn) nach wie vor sehr spährlich trinkt (vorher habe ich nach dem Stillen die restliche Milch immer abgepumpt und eingefrohren, jetzt bildet sich kaum mehr welche nach)
Zu Beginn seines 6. Monats war wieder Arztuntersuchung und der Arzt war mit Gewicht (im Verhältnis zu seiner Größe) sehr zufrieden! (=6600g, 64 cm). Laut Kurve ist das ja auch ok, obwohl es keine Verdopplung des Geburtsgewichtes ist?
Der Arzt sagte, ich könne nun Nachmittags Früchte mit Vollkorn geben, Abendbrei noch nicht.
Die Ernährung ist folgende: schläft gut durch, meistens so bis 7.00 Uhr dann Stillen (trinkt nicht aus), so gegen 10.00 nochmal stillen, Mittags ca. 12.00 Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, Nachmittag ca. 15.30/16.00 Obst mit Vollkorn oder Banane oder Milchreis (laut Arzt) und abends stillen.
Brei hat anfangs relativ gut geklappt, war sichtlich neugierig, als es dann aber eine ganze Mahlzeit ersetzen sollte, ging das Gemäkel los. Mit wenigen Guten Tagen bis heute! Das heisst, er fägt mit weit aufgerissenem Mund gut an, nach ca. 5 Löffeln ist dann aber Schluss mit lustig. Dann geht es meist nur noch mit Tricks und zwischendurch trinken weiter. Manchmal hilft es, wenn ich selbst mitesse oder vor ihm trinke, aber auch nur kurz. Er schreit dann wie am Spieß.
Nun ist Lion 7 Monate, und ich habe kaum noch Milch. Daher habe ich nun Folgemilch besorgt. Ich stille nur noch früh, wenn er das erste mal wach wird (ist wirklich nicht mehr viel, trinkt auch beide Seiten gierig voll aus), Vormittags gebe ich die Folgemilch, sowie auch abends so zw. 18.00 und 19.00, 19.30-20.00 geht er dann ins Bett, da stille ich nochmal mit der Brust (trinkt sie auch meist noch aus, je nachdem, wann und wieviel er vorher aus der Flasche getrunken hat. Und genau da liegt wieder unser großes Problem! Er nimmt die Folgemilch oft nicht an! !!Gerade vormittags, wenn ich ihn im Arm habe, sucht er wild mit offenem Mund die Brust, und wenn ich dann aber die Flasche hinreiche, schiebt er sie schreiend weg. Manchmal klappt es im Stuhl sitzend besser, v.a. wenn drumherum etwas passiert (z.B. in der Küche, wenn ich oder mein mann nebenbei in der Küche hantiere). Aber wenn er dann die Flache annimmt, trinkt er nur so zw. 50 und 100 ml! Wie beim Brei! Das kann doch nicht reichen! Er hat in den letzten Wochen auch nicht viel zugenommen, wiegt jetzt 6800g (200g in 1 Monat !)
Nun habe ich hier im Forum erstaunt gelesen, dass viele ihren Kindern auch bis zu einem Jahr noch Pre-Nahrung geben! Ich habe Folgemilch 2 genommen, da ich dachte, sie sei bei Beikost geeignet und gehaltvoller an Mineralien etc., was beim aufpäppeln förderlich wäre. Habe ich da aber einen Sprung zuviel gemacht? Trinkt er die Milch deshalb nicht? Sollte und dürfte ich da jetzt wieder lieber auf Pre- oder 1er Nahrung wechseln? (die eingefrorene MM habe ich übrigens auch probiert, aber ohne Erfolg, sie riecht und schmeckt nach dem auftauen (langsam im Kühlschrank) völlig anders als frisch, seifig. Er lehnt sie noch mehr ab als die Folgemilch).
Ich habe schon überlegt den Abendbrei zu geben. Habe dann aber in ihren Beiträgen gelesen, dass man erstmal vormittags Obst statt Milch geben sollte und Abendbrei erst so ab 8. Monat.
Das Geschrei beim Brei neuerdings wieder könnte vielleicht auch daran liegen, dass ich in letzter Zeit die Sorten oft gewechselt habe. Als ich mal eine ganze Weile selbst gekocht habe (meist Zucchini, Fleisch, Kartoffeln) hat er ziemlich gut seinen Brei gegessen, es war fast immer dasselbe und v.a dicker! (jetzt nehme ich meist Gemüs u. Kartoffeln aus Glas und mische Fleisch von HIPP aus dem kleinen Gläschen dazu).
Hinzu kommt, dass er immer ganz festen Stuhl hatte (und selten, ca. aller 2-3 Tage), seit dem Möhrenbrei (mit dem ich begann, deshalb habe ich dann Zucchini und Brokoli genommen, wurde aber trotzdem nicht besser.) Tee oder Wasser mit etwas Apfelsaft trinkt er auch nicht viel. Seit der Folgemilch ist der Stuhl breiig. Ist das so ok?
Oh man, ich hoffe, ich habe sie nicht ganz erschlagen mit all den Infos und Fragen, aber wir (mein Mann und ich) sind am verzweifeln. Er ist ansonsten zwar total mobil, sehr! aufgeweckt, immer am rumzappeln (auch beim essen und stillen), robbt überall hin, was er erreichen will, etc. Wo nimmt er denn nur die Energie her? und jeder den wir es erzählen oder um Rat fragen sagt nur, das ist nur eine Phase, das wird schon,... Es ist für uns aber schrecklich und Nervenraubend, wenn Lion nicht essen will, nur schreit. Wir haben es mit Engelszungen versucht, mit starkem Nachdruck (aber v.a. Zwang und festhalten nützt nichts, da steigert er sich nur noch mehr ins Schreien), mitessen,...
Haben sie noch Tipps oder Anregungen?
Vielen Dank

Anonym

Antwort vom 13.06.2006

Hallo,

ich denke, Sie geben sich viel Mühe, das Kind zum Essen zu bringen, und bisher gedeiht er ja auch gut. Vielleicht könnten Sie den Kleinen mehr Lust am Essn vermitteln, mit Fingerfood, ein Äpfelchen zum Rumkauen, eine Stückchen gutes Brot. Oft funktioniert das Spielerische besser.Eltern machen sich zuviel Sorgen , obwohl die Kinder ganz gut gedeihen. Ich denke nicht, dass Premilch jetzt noch viel ändern würde. Ihm fällt eher der Abschied von der Brust noch schwer. Versuchen Sie mal, das Thema Essenn etwas auszublenden und lassen Sie Ihn essen , soviel er möchte, auch wenn es wenig ist. Ich denke, das wird sein Inbteresse am Essen eher wecken als Nachdruck.
Karin Lauffs

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