Themenbereich: Geburtseinleitung / Geburtsbeginn

"Geburt einleiten, weil das Kind gross ist."

Anonym

Frage vom 26.07.2006

Ich muss im Spital die Geburt 2 Tage vor dem errechneten Termin einleiten lassen, weil das Kind ziehmlich gross geschätzt wird. Es ist mein erstes, daher, kann man auch nicht sagen, ob mein Becken gross genug ist oder so. Aber man will nicht zu lange warten. Sie haben mir gesagt, dass sie Zäpfchen und Tabletten geben werden, das über 2 Tage, danach an den Tropf.
Kann dass für mein Baby schädlich sein?
Wie verläuft die Geburt bei Einleitung, soll schlecht ertragbar sein?
Auf was muss ich mich einstellen?

Vielen dank

Antwort vom 26.07.2006

Hallo, zunächst einmal bringt die Einleitung keine besseren Ergebnisse als ein anwartendes Verhalten bei groß geschätztem Kind. Wesentlicher als die absolute Größe ist, dass sich das Kind optimal positionieren kann, dass sich Ihr Körper hormonell und überhaupt auf die Geburt einstellen kann usw. Der Unterschied zwischen einem großen und einem durchschnittlichen Kopf ist nur wenige Millimeter und während der geburt passt sich der Kopf des Kindes nochmal an das Becken an. Oft geht die Eröffnung bei größeren Kindern sogar schneller, weil die den Muttermund besser dehnen und selbst kräftiger mithelfen. Die paar tage bis zum normalen geburtsbeginn würde das Kind doch nun auch nicht mehr wesentlich wachsen. Sprechen Sie vor Ort noch mal mit einer hebamme, die Sie beraten kann.
Eine Geburt per Einleitung ist etwas langwieriger als eine normale Geburt. Das ist aber zu einem großen teil auf die Erwartungshaltung zurückzuführen. Während es bei einem normalen Anfang eine ganze Weile dauert bis überhaupt klar ist, ob es richtige Wehen sind, die Frauen sind noch zu Hause, können noch im eigenen Bett schlafen, umhergehen usw., ist bei einer Einleitung die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Zeit ab Beginn der Einleitung, zumindest ab den ersten Wehen "gezählt" wird. Es ist auch fieser, wenn der Schmerz "gemacht" ist, als wenn die Wehen naturgegeben einfach so kommen. Wenn Sie sich einleiten lassen, versuchen Sie gelassen zu bleiben und sich selbst nicht unter Druck zu setzen. Wenn es Pausen im Prozedere gibt, nutzen Sie diese um sich zu entspannen. Im Wesentlichen verläuft die Geburt sehr ähnlich, auch wenn sie eingeleitet wird. Wenn Ihnen danach ist, tut Bewegung gut und eine aufrechte Position, das erleichtert dem Kind die Anpassung ans Becken und erleichtert die Wehen. Wichtig ist dabei aber die richtige Mischung aus Entspannung und Aktivität. Es bringt nichts nun die ganze Nacht rumzulaufen, um die Geburt zu fördern, wenn die Wehehn noch so sind, dass Sie auch noch entspannen oder sogar schlafen könnten. Es ist schwer Empfehlungen für eine imaginäre Sitiuation zu geben. Sicher werden die Hebammen in der Klinik Ihnen in den entsprechenden Phasen Vorschläge macen, wie Sie die geburt selbst am besten fördern können. Bei einer Geburt werden die Herztöne des Kindes regelmäßig überwacht. Sie müssen sich also keine Sorgen amchen, dass etwas schädlich fürs Baby sein könnte. Normalerweise verkraften die babys eine Geburt sehr gut und es geht Ihnen auch nicht besser, wenn sie per Kaiserschnitt geholt werden.
ich drück Ihnen die daumen, dass alles gut verläuft, Monika

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