Themenbereich: Stillen allgemein

"Bauchweh und Stillen"

Anonym

Frage vom 26.02.2010

Hallo,

ich habe eine Frage bezügliches des Stillen und des Schlafens und den damit verbundenen bauchschmerzen bei meinem Sohn.
Er geht meist so gegen 19 bis 20 uhr ins Bett. Zuvor war er 2 Std. wach, d.h. er wacht z.B.. um 18 uhr auf und wird gestillt, da er höchstens so 2 std. wach sein kann ohne einzuschlafen vor Müdigkeit, wird er also um kurz vor 20 uhr nochmals gestillt. Dann schläft er meist so 4 - 5 Std. trinkt dann eigentlich gut, ab dann sind jedoch die nächte sehr unruhig, er wird meist alle 1,5 bis 2 Std.
wach und quengelt. Lass ich ihn trinken, wird er ganz schnell wiedre schläfrig, also richtiger Hunger kann es nicht sein, denke ich. Vielleicht sind es bauchweh, denn wenn ich ihn ein bisschen im Fliegergriff rumtrage und den bauch bissl massiere kann ich ihn nach spätestens 20 min. wieder ins bett legen, obwohl er erst quengelt, dann aber einschläft. problem nur er wacht meist nach 1-2 Std. wieder auf. Kann es sein dass dies Bauchweh sind? sein Bauch ist zwar nicht hart w
aber es rumohrt schon ganz schön drin. vor allen Dingen morgens so ab vier ist er sehr unruhig und schläft kaum noch. Aber wie gesagt Hunger ist es nicht.
Haben sie einen Tip für mich? Schlukt er irgendwie zu viel Luft? Denn er ist eigentlich auch tagsüber ein sehr hastiger Trinker. und wieso hat er die probleme nachts, tagsüber eigentlich nicht. ER wird regelmäßig von mir am Bauch massiert. hat auch schon sab simplex tropfen bekommen, da hat sich zwar sein Stuhl gebessert, er ist jetzt nicht mehr schaumig, aber die Becshwerden haben sich ansonsten überhaupt nicht gebessert, weswegen ich die tropfen gleich wieder absetzen werde.
Wie oft hintereinander und in welchen Abständen sollte man dne Stillen, ich weiß es heißt nach Bedarf, aber Julian hat tagsüber dann alle 2-3 Std. hunger und er hat ja schon enorm zugenommen. Er scheint außerdem über seinen HUnger weg zu trinken, da er danach immer stark spukt, weils scheinbar zu viel war.

vielen Dank für ihre Mühe

Antwort vom 27.02.2010

Hallo!
Ich vermute mal, dass Ihr Sohn so ca. 4-6 Wochen alt ist. Dazu würde u.a. passen, dass sein Darm sich morgens so gegen 4-5 Uhr meldet. Das haben die allermeisten Säuglinge und bei den meisten hört das so in der 8-10 Lebenswoche auf. Dazu könnte auch passen, dass ihn seine Verdauung anscheinend noch sehr in Anspruch nimmt. Sie machen das prima und richtig mit der Bauchmassage und dem Fliegergriff. Ich möchte Ihnen ausserdem empfehlen, ihn recht viel im Tuch oder einer anderen guten Trage zu tragen; das hat auch einen Einfluss auf die Nacht und verbessert insgesamt die Darmtätigkeit, Blähungen und das Wohlbefinden Ihres Kindes. Sie sagen, Ihr Kind sei ein hastiger Trinker; dazu könnte auch der (vormals?) schaumige Stuhl passen. Das kann zwei Gründe haben. Einmal verursacht eine heftiger Milchspendereflex ein Kind zum hastigen Trinken. Es gibt einige Stillpositionen, z.B. die Fussballhaltung, die die Säuglinge aufrechter sein lässt und somit besser mit Luft und Hast zurechtkommen. Zweitens führt das zu frühe Wechseln der Brustseiten dazu, dass ein Säugling die laktosereichere Milch erhält. Das kann zu mehr Unruhe und auch Bauchweh führen. Zu vermeiden ist das, wenn ein Säugling sich von alleine von einer Brustseite löst und sogar dieselbe Seite nochmals zum Dessert trinken kann. Säuglinge haben oft dann Probleme mit viel Spucken nach der Mahlzeit, wenn reichlich Luft wieder hochwill. Manche Säuglinge haben noch einen noch nicht so gut schliessenden Mageneingang. Milch fliesst somit leichter zurück. Alle diese Dinge bessern sich meist in den nächsten Wochen. Ansonsten sind Stillhäufigkeiten von 8-10-12 Mal am Tag ganz normal. Das passt ganz in den „normalen Bedarf“ eines Säuglings. Falls Sie weiter unsicher sind, nutzen Sie die Möglichkeit, sich vor Ort von Ihrer Wochenbetthebamme oder einer Stillberaterin beraten zu lassen. Sie haben Anspruch darauf in der ganzen Stillzeit. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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