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"Was kann ich bei schlechter Betreuung tun?"

Anonym

Frage vom 22.03.2011

Hallo,

meine Tochter wurde im Januar 2011 geboren und ich hatte das Pech, dass meine betreuende Hebamme krank geworden ist. Sie fiel länger aus, und die Vertretung war eine Katastrophe die mir nur falsche Informationen gab und mein Kind sogar in Gefahr brachte weil sie eine schwere Infektion nicht erkannte oder wollte..

Ich fühlte mich schuldig und elend und hatte schwere Depressionen weil nichts klappte. Die erkannte sie auch nicht, ich solle mich nicht so haben, mein Mann soll mich halt mehr unterstützen und warum stelle ich all die Fragen, ich war doch bei einem Babypflegekurs oder etwa nicht?...

Kann man nachträglich diese Hebamme zur Rechenschaft ziehen? Wir haben sie nach dem 3 Besuch nicht mehr sehen wollen, da waren auch die 10 Tage vorbei wo sie täglich kommt. Ich hatte in Betreuung, Pflege, Ernährung, stillen keinerlei HIlfe. Aber erst jetztt wo ich geistig, körperlich und emotional wieder auf der Höhe bin, bin ich sehr wütend auf diese furchtbare Frau.

Sie hat mir alles kaputt gemacht, die tolle Beziehung zwischen Hebamme und Mutter gab es nicht, mein Kind hat sie nicht einmal angefasst, gemessen gewogen oder den Nabel angeschaut, ihr war nur wichtig dass ich unterschreibe damit sie mit der Kasse abrechnen kann.
Wissen Sie Rat? Solche Machenschaften hat sie auch bei anderen Müttern aus meinem Geburtsvorbereitungskurs gemacht. Klar war sie nur Vertretung aber sie ist Hebamme und hat doch eine Berufsehre oder nicht? Ich bin immer noch sehr traurig und wütend und möchte das nicht auf sich beruhen lassen.

Herzlichen Dank
Maria




Antwort vom 24.03.2011

Hallo, es tut mir sehr leid, dass Sie so unzufrieden mit der Vertretungshebamme waren. Sie haben die Möglichkeit sich an den bayrischen Hebammen- Landesverband zu wenden und dort zu beschweren. Die Adresse finden Sie hier: http://www.bhlv.de/
Dieser wird, wenn Sie damit einverstanden sind die Hebamme kontaktieren. Das geht nur, wenn sie auch Mitglied im Hebammenverband ist. Direkte Aufsichtsbehörde ist das örtliche Gesundheitsamt. Bei ernsthaften oder wiederholten Beschwerden wird der zuständige Amtsarzt tätig. Gut wäre auf jeden Fall, wenn Sie Ihrer Ursprungshebamme Ihre Erfahrungen mitteilen, damit sie in Zukunft eine andere Vertretung benennt. Ich hoffe Sie haben sich professionelle Hilfe wegen der Depressionen gesucht. Falls nicht oder falls Sie merken, dass Sie noch sehr belastet sind, würde ich Ihnen empfehlen auch jetzt noch psychologische oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika

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