Themenbereich: Schlafen

"nächtliches Weinen nach Schlafen woanders"

Anonym

Frage vom 04.01.2012

Hallo!

Bisher hat das Einschlafen und Schlafen bei meinem Sohn Mika (8 Monate) sehr gut geklappt. Er wird gerichtet, eingecremt, bekommt seinen Schlafanzug an, dann bekommt er sein Fläschchen, ich lese ihm etwas vor und dann ist eigentlich sofort Ruhe. Er schläft dann normalerweise von 19 Uhr bis 4 Uhr, braucht dann erneut ein kleines Fläschchen (Wasser mit etwa einem Löffel Milchpulver) und schläft dann weiter bis 6 Uhr.

Seit ein paar Tagen macht er jedoch abends Theater. Genauer gesagt, seitdem er eine Nacht bei seinem Vater übernachtet hat. Seitdem schläft er zwar abends wie gewohnt ein, sollte ich jedoch aufstehen fängt er sofort an zu schreien. Bleibe ich liegen, gibt es überhaupt keine Probleme. Wenn ich aber aufstehe, dann schreit er nach ca. 1 Stunde Schlaf. Er lässt sich auch nicht beruhigen, sein Schreien wird nur schlimmer, geht in richtiges Schluchzen über, es sei denn ich nehme ihn auf den Arm. Dann beruhigt er sich sofort, an Einschlafen ist dann jedoch gar nicht mehr zu denken. Versuche ich ihn hinzulegen, geht das Schreien sofort wieder los.

Das geht nun schon seit 1 Woche so, und mittlerweile zerrt es doch stark an meinen Nerven, gerade als Alleinerziehende. Ich habe schon kontrolliert ob er Hunger oder die Windeln voll hat, dies ist jedoch nicht der Fall. Manchmal hab ich das Gefühl, dass er einfach nur Angst hat, dass die Mama nicht mehr kommt.
Ich bin aber ratlos, was ich machen kann, um ihm das Einschlafen/Schlafen zu erleichtern. Ich habe kein Problem damit, ihn zu mir ins Bett zu nehmen, aber da schläft er ja auch nur, wenn ich neben ihm liege.

Über ein Tipp, wie ich meinem Kleinen helfen kann, wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße.

Antwort vom 06.01.2012

Hallo!
Der Auslöser für die Veränderung Ihres Sohnes vermute ich bei dem nächtlichen Aufenthalt bei seinem Vater. Ich schliesse aus Ihrer Beschreibung, dass es möglicherweise das erste Mal war, dass Ihr Sohn nachts von Ihnen getrennt war. Sie beschreiben es selbst schon, dass Sie das Gefühl haben, dass er einfach Angst hat, dass Mama nicht mehr kommt. Mit acht Monaten befinden sich die meisten Säuglinge mitten in einer Fremdelphase. In der Zeit reagieren sie besonders empfindlich auf jedwede Trennung von ihrer ersten Bezugsperson. Prinzipiell würde das bedeuten, dass Ihr Sohn jetzt erstmal wieder eine kleine Weile braucht, erneut Vertrauen zu fassen, dass Sie für ihn da sind. Ich empfehle Ihnen, Ihr Abendritual so konsequent weiter zu führen, wie Sie es bisher auch gemacht haben und auch den Tag verlässlich zu gestalten.

Häufig helfen auch homöopathische Mittel oder Bachblüten, insbesondere zum Thema Trennung, Angst oder Schock. Allgemein würde mich als Mutter interessieren, wie die Nacht beim Vater gelaufen ist; möglicherweise wird dadurch einiges klarer. Die nächtliche Betreuung kann ja sehr unterschiedlich verlaufen, wenn es keine deutlichen Absprachen gibt.

Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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