Themenbereich: Beginn der Beikost

"mag nicht jedes Kind Brei?"

Anonym

Frage vom 26.05.2012

Hallo,

meine Tochter ist jetzt 7 Monate alt und mag keinen Brei essen. Jedesmal wenn ich mit dem Löffel komme, dreht sie den Kopf weg. Sie greift mit den Händen nach dem Löffel um damit zu spielen und mit dem Brei reibt sie sich höchstens vergnüglich ihren Körper ein.

So stille ich noch voll und meine Tochter ist auch gut genährt...! Natürlich möchte sie recht oft trinken, nachts kommt sie noch oft. Schon abends geht es los, ie schläft ein und wacht dann nach einer Stunde wieder auf um zu trinken... und so weiter...

Jetzt habe ich es aufgegeben mit dem Brei. Aber schaffe ich es die Zeit bis zur festen Nahrung zu überbrücken? Essen kann sie noch nicht, sie probiert viel, Gemüse, Obst, Brot... Meistens lutscht sie nur darauf rum, je nach Konsistenz schluckt sie winzig mini kleine Stückchen...! :) Bis sie richtig essen kann wird es noch dauern, denn noch ist kein Zahn sichtbar...

Stimmt es dass Babys die über den 6. Lebensmonat hinaus noch voll gestillt werden an Eisenmangel leiden können? Ich war gestern beim Arzt und alles sieht gut aus. Dennoch mache ich mir Sorgen, denn eigentlich isst doch jedes Kind Brei oder? In den letzten Tagen schläft sie Tagsüber ca. eine Stunde mehr ((insgesamt 13 Stunden,(zu den Langschläfern gehörte sie noch nie...)) meine Ärztin meinte, es könne daran liegen, dass es so warm ist...

Muss ich mir also keine Sorgen machen? Und ist es normal, dass es auch Kinder gibt die vielleicht einfach keinen Brei mögen? Weiter voll stillen bis zur festen Kost ohne Mangelerscheinungen, möglich? Oder doch weiter Brei essen üben... ???

Antwort vom 04.06.2012

Hallo!
Ihrer Beschreibung nach haben Sie ein wunderbar neugieriges kleines Mädchen, welches sich genüsslich durch alles Geschmäcker durchprobiert. Dabei landet sicher immer mal wieder was im Bauch und da sie anscheinend noch keine Zähne hat, muss sie halt alles Lutschen. Und ja, es gibt Kinder, die keinen Brei mögen! Ihre Tochter gibt Ihnen deutliche Signale für das, was sie möchte bzw. auch kann. Gleichzeitig macht sie trotzdem die Erfahrung mit dem Essen, halt auf ihre, sehr altersgerechte Art. Ich möchte Sie dahingehend also beruhigen, genau wie Ihre Kinderaerztin sich auch keine Sorgen macht. Ab dem sechsten Lebensmonat neigen sich die Eisenspeicher der Säuglinge zur Neige. Das bedeutet nicht, dass den Kindern ab sofort gänzlich das Eisen fehlt; z.B. beinhaltet ausschliesslich die Muttermilch das Enzym Lactoferrin, welches die Aufnahme des Eisens aus der Muttermilch optimiert.

Ich empfehle Ihnen, Ihrem Kind immer wieder selbstverständlich und kreativ (Brei, gedünstetes Gemüse etc....) etwas zum Essen anzubieten, aber nichts zu erzwingen.

Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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