Themenbereich: Abstillen

"Isst er zu wenig Beikost?"

Anonym

Frage vom 13.07.2012

Hallo liebes Hebammenteam.

Mein Sohn ist jetzt 8,5 monate alt und ist ein stillkind. Ich habe 6 monate voll gestiilt und dann langsam mit der beikost begonnen. Aber mein kleiner hat nie mehr wie ein viertel vom gläschen gegessen weder vom mittags noch vom nachmittagsbrei und beim abendbrei ist es auch nicht mehr. Zudem ist er auch nicht wirklich ein guter schläfer mehr wie zwei bzw drei stunden haben wir nie geschafft. Jetzt bekommt er auch gerade noch die oberen zwei zähne das denk ich spielt auch eine rolle. Ich genieße das stillen habe meine tochter auch gestillt bis sie 1 jahr war nur bei ihr war die beikost völlig problemlos. Habe auch bedenken das er nicht ausreichend vitamine ect zu sich nimmt. Mir fällt auch auf das er nie den mund richtig aufmacht sondern mehr vom löffel zuzelt. Weiss nicht mehr weiter ich hoffe sie können mir ein paar tipps geben.
Vielen dank im voraus.

L.G. Mandy

Antwort vom 14.07.2012

Hallo!
Ich empfehle Ihnen Geduld zu haben. Bzgl. der Vitamine würde ich mir keine Gedanken machen, insbesondere, da Sie ihn anscheinend noch nach Bedarf weiter Stillen zur Beikost. Ausserdem kann ich mir vorstellen, dass Ihr Sohnemann vielleicht finger-food lieber haben könnte. Einige Kinder sind dem festen Essen viel aufgeschlossener, wenn sie es selber mit ihren Fingerchen greifen und in den Mund stecken können (z.B. auch von den Fingern schlecken können; das sind dann häufig ganz erstaunliche Mengen, die im Mund verschwinden). Die Mundöffnung Ihres Kindes kann ich nicht per mail beurteilen. Wenn Ihnen z.B. beim Gähnen Ihres Kindes auffällt, dass auch damit der Mund nicht wirklich weit (also, man spricht von einem Winkel bis 180 Grad) auf geht, kann es sein, dass ihn noch etwas „klemmt“. Insbesondere zu Zeiten des Zahnens passiert sehr viel im Kiefer und führt manchmal zu heftigen Verspannungen. Auch der Schlaf kann dadurch beeinträchtigt sein. Möglicherweise braucht es die Beurteilung einer Fachperson. Interessierte Kinder schieben ihre Zunge neugierig nach vorne, holen sich das Essen mit der Zungenspitze und befördern es dann nach hinten. Das ist auch ein Kriterium zur Reife zur Beikost. Ausserdem möche ich Ihnen noch folgende Erfahrung mitgeben: die Abstillzeit und die Einführung der Beikost läuft bei einem Jungen oft komplett verschieden zu einem Mädchen. Darum vermute ich, dass es nicht so gut tut, Ihre beiden Kinder miteinander zu vergleichen. Ich bin mir sicher, dass Sie beide sehr davon profitieren, wenn Sie die Entwicklung Ihrer Stillbeziehung genauso genussvoll und liebevoll betrachten, wie Sie es anscheinend mit Ihrer Tochter gemacht haben. Die Beziehung zu Ihrem Sohn verläuft sicher etwas anders. Mit Geduld und Zuversicht ist übrigens auch zu erwarten, dass Ihr Zweitgeborener bald seine grosse Schwester nachahmt. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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