Themenbereich: Schwangerschaftsbeschwerden

"Schadet ein Wehencocktail in der 37.SSW?"

Anonym

Frage vom 20.08.2012

Hallo ich hab da mal ne Frage ich bin in der 37.ssw und ich halts einfach nich mehr aus es is zu warm und ich hab schon seitl vor letzter woche freitag so ein ziehen im bauch. ich möchte gern einen wehencoktail trinken. meine fragen dazu:
Warum is da Alkohol drin??
Is es sehr gefählich für mein Baby??

Antwort vom 21.08.2012

Hallo, einen Wehencocktail so weit vor Termin zu nehmen ist ganz sicher keine gute Idee. Wahrscheinlich würde sich Ihre Situation dadurch eher verschlechtern, weil zu der Belastung durch die Hitze Bauchschmerzen und Durchfall hinzu kommen können. Ein Wehencocktail ist nur wirksam (in dem Sinne, dass die Geburt ausgelöst wird), wenn der Körper auch "geburtsbereit" ist. Dazu gehört, dass das Köpfchen des Kindes schon mal Bezug zum Becken aufgenommen hat, dass der Muttermund weich ist und schon mal angefangen hat sich zu öffnen und dass die Gebärmutter schon mal Wehen "geübt" hat. Das alles ist in der 37. SSW noch nicht der Fall. Daher ist es nahezu ausgeschlossen, dass der Cocktail so wirkt, wie Sie es gerne hätten. Bestenfalls wird Ihnen davon übel, Sie haben Bauchweh und ansonsten passiert nichts. Schlechtestenfalls bekommen Sie starke Wehen oder Kreislaufbelastung, die Ihr Kind stark belasten ohne dass es dadurch geboren wird.
Kinder, die in der 37.SSW geboren werden haben schon normalerweise vermehrt mit Anpassungsproblemen zu kämpfen, die oft in der Kinderklinik behandelt werden müssen. Das ist zwar meist nicht lebensbedrohlich, aber die Prozeduren (Spritzen, Blutabnahmen, Infusionen, Beatmung usw.) sind für das Kind unangenehm und schmerzhaft.
Beim falsch/zu früh eingenommenen Wehencocktail kann es darüber hinaus zu schlechten Herztönen und Sauerstoffmangel durch ineffektive Wehen kommen.
Der Alkohol im Cocktail (der drin ist, um das Rizinusöl zu lösen) ist da das kleinste Problem.
Jegliches Nachhelfen, um die Geburt in Gang zu bringen, bedarf der der fachkundigen Begleitung und der sorgfältigen Überwachung des Zustandes des Kindes. Selbstversuche bergen eine erhebliche Gefahr für das Baby.
Wegen Ihrer Beschwerden können Sie sich an eine Hebamme wenden, die Sie berät, wie Sie mit den ziehenden Schmerzen besser umgehen können. Eventuell haben Sie Senkwehen, die dazu dienen auf die Geburt vorzubereiten.
Eine Hebamme vor Ort finden Sie z.B. über die Hebammensuche bei Babyclub.
Ich wünsche Ihnen alles gute für die restliche Schwangerschaft und die Geburt, Monika Selow

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