Themenbereich: Schlafen

"muss bitterlich weinen in der Nacht"

Anonym

Frage vom 21.02.2013

Hallo,

unser Sohn wird in wenigen Tagen 4 Monate alt. Beim Schlafen hat er sich schon immer schwer getan. Vor zwei Wochen dann begann er jeden Abend gegen 20 Uhr müde zu werden und wir konnten ihn problemlos zum schlafen hinlegen. Der Mittagsschlaf klappt generell jeden Tag problemlos. Diesen macht er ebenfalls in seinem Bett im Schlafzimmer (mind. 2 Stunden).

Seit einigen Tagen nun schreit er abends vor dem einschlafen und wacht - wenn er endlich eingeschlafen ist - nach etwa einer halben Stunde wieder auf und schreit schrill auf. Die Tränen fließen in Strömen und weder mein Mann noch ich können ihn beruhigen. Auch nachts schläft er nach dem Stillen nicht mehr weiter. Er braucht lange um wieder in den Schlaf zu finden. Sonst schlief er nach dem Stillen problemlos weiter. Wir wissen nun nicht so recht wie wir damit umgehen sollen. Zumal er nicht nur weint, sondern richtiggehend schreit und sich da auch völligst drin verliert. Ihn zu beruhigen dauert lang und er fängt meist nach kurzer Beruhigung wieder an bitterlich zu weinen.
Auch kommt es nun vor, dass er gegen 4 Uhr morgens erwacht und spielen will. Wenn wir dann nicht reagieren fängt er ebenfalls an zu weinen bis er richtig schreit.

Auch die Stillabstände (bisher immer alle 4 Stunden, nachts auch mal 5 Stunden) sind nun völlig unberechenbar. Teilweise verlangt er alle zwei Stunden nach der Brust. Haben Sie eine Idee woran das liegen kann? Bzw. wie ich ihm abends mehr Ruhe geben kann bzw. ihm helfen kann in den Schlaf zu finden?

Vielen Dank!

Antwort vom 26.02.2013

Hallo!
Die Schlafgewohnheit eines Kindes kann sich ständig ändern, insbesondere im ersten Lebensjahr. Meist geht das gleichzeitig mit neuen Entwicklungsschritten einher. Manchmal zeigen sich auch für Eltern sehr beunruhigende Veränderungen wie das heftige Weinen in der Nacht. In erster Linie rate ich Ihnen auch in den kommenden Tagen zu versuchen, geduldig und gelassen auf das Weinen Ihres Kindes zu reagieren. Lassen Sie ihn nicht allein, wobei Sie sich als Paar vielleicht besser die Arbeit teilen und nicht unbedingt kräftezehrend beide gleichzeitig zuständig sind. Ob es einen genauen Grund dafür gibt (Impfungen z.B., familiäre Veränderungen, Wohnortwechsel etc.?) oder Ihr Kind sich vielleicht auch in einem Wachstumsschub befindet mit vermehrtem Hunger, kann ich Ihnen auch nicht genauer sagen. Vielleicht behalten Sie obige Gedanken im Hinterkopf und beobachten Ihren Sohn dahingehend. Ein nächtliches Spielbedürfnis braucht Ihr konsequentes Verhalten von fehlender Aktion, Licht auslassen, wenig Reden und insgesamt den Tagesablauf überdenken; wann schläft Ihr Sohn zu lange oder kommt evtl. zu früh ins Bett? Braucht er vielleicht aktuell weniger Schlaf insgesamt und wird deshalb wach um vier Uhr morgens? Solche Nächte sind superanstrengend und jeder Mittagsschlaf am nächsten Tag mehr als nötig, aber meist mit dem nächsten Schub besser. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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