Themenbereich: Beginn der Beikost

"bekommt er genug Flüssigkeit bei dem heissen Wetter"

Anonym

Frage vom 23.07.2013

Hallo liebes Hebammen-Team,

unser Sohn ist jetzt 6,5 Monate und hat jetzt sein 2. Zähnchen bekommen. Vor 2 Wochen habe ich abgestillt, er bekommt jetzt 4 Mahlzeiten Pre-Nahrung à ca 200 ml und mittags Gemüse-Kartoffelbrei, von dem er mittlerweile 150 g isst.
Seit ca 1 Woche verhält er sich sehr schwierig beim Milch-Trinken. Nach 60-100 ml schiebt er den Sauger mit der Zunge raus und bockt und schreit, wenn man ihm den Rest der Milch einflößen möchte. Damit er auf seine mind. 200 ml kommt, muss man ihm alle 15 min etwas anbieten. Das einzige Fläschen, was er ruck zuck leer trinkt (250 ml!) ist das morgendliche Fläschen, weil er da wirklich Hunger hat. Ich sage mir, wenn er morgens super trinkt, muss er doch auch die anderen Mahlzeiten gut trinken. Dann liegt es ja nicht am Magen.
Ich bin völlig entnervt von dieser schlechten Trinkerei. Tee lehnt er ab, lässt die Flüssigkeit aus den Mundwinkeln herauslaufen. Mit der Trinklernflasche weiß er nix anzufangen, er muss ja daran saugen, damit Flüssigkeit herausläuft.

Ich bin total besorgt, dass er nicht auf seine Flüssigkeit und Nahrungsmenge kommt. - erst recht bei diesen heißen Temperaturen. Soll ich ein weiteres Breichen (Milch-Getreide-Brei) einführen? Kann ich dieses anstatt mit Kuhmilch mit der Pre-Nahrungsmilch anrühren? Was kann ich ihm alternativ zu Trinken anbieten?

Ich weiß echt nicht mehr weiter. Bitte helfen Sie mir.

Antwort vom 25.07.2013

Hallo!
Ich empfehle Ihnen nicht mit Zwang Ihren Sohn zu füttern. Meistens führt das weder zum Erfolg noch tut es gut, insbesondere, wenn es ums Essen geht. Ich vermute, Ihr Sohn hat in der Stillzeit und jetzt mit der beginnenden Breikost seine Signale gegeben von Zustimmung und Ablehnung, Hunger und Sattsein. Entsprechend dürfen Sie zum augenblicklichen Zeitpunkt auch seine ablehnenden Signale respektieren. Gleichzeitig gebe ich zu Bedenken, dass immer bei heissem und/oder schwülem Sommerwetter der Appetit bei fast allen Menschen sich mehr oder weniger verringert oder eher mehr am Abend gegessen wird, nicht aber unbedingt tagsüber. Möglicherweise braucht Ihr Sohn mehrere kleine Mahlzeiten und nicht vier festgelegte grosse Milchmahlzeiten. Eine ausreichende Flüssigkeitsmenge sehen Sie an einem klaren, nicht-riechenden Urin und feuchten Schleimhäuten. Manche Kinder brauchen auch ein bisschen, um den Wechsel von der Brust zur Flasche anzunehmen. Vielleicht hilft es, wenn Sie ihm die Flasche im engen Körperkontakt, vielleicht sogar Haut zu Haut anbieten und somit für eine ähnliche Situation wie an der Brust sorgen. Ansonsten können Sie ihm ganz normales Wasser zum Trinken anbieten, vielleicht sogar über einen Löffel, über einen normalen Becher, manchmal trinken Säuglinge auch gerne Schluck für Schluck aus einem kleinen Eierbecher, den sie an die Lippen gehalten kriegen. Eine weitere Breimahlzeit erhöht nicht die Flüssigkeitsmenge, aber vielleicht ist Ihr Sohn schon für einen Abendbrei bereit. Meine Empfehlung ist auch, den Brei mit PreNahrung anzurühren. Das wird gut vertragen; Kuhmilch hat zu diesem Zeitpunkt keine Vorteile. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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