Themenbereich: Abstillen

"Wie kann ich mit dem Stillen aufhören?"

Anonym

Frage vom 09.11.2013

Hallo
mein Sohn ist 9 Monate alt und bekommt tags über Brei. Nur in der Nacht Stille ich noch und das möchte ich jetzt Ändern. Er wird ca. alle 2 Stunden wach und lässt sich dann nur mit der Brust beruhigen. Ich kann mir das dann auch nicht Erklären,weil ich nicht denke das er dann hunger haben könnte. Abendbrei bekommt er und dann schläft er auch ein, aber er nimmt auch keine Flasche an und ich weiß nicht was ich da noch tun kann.
Wie kann ich ganz mit dem Stillen aufhören?

LG

Antwort vom 12.11.2013

Hallo!
Sie würden gerne mit dem Stillen aufhören, aber Ihr Sohn scheint noch nicht bereit dazu zu sein. Für Ihren Sohn bedeutet das Stillen in der Nacht wahrscheinlich von allem ein bisschen: etwas Hunger, sehr viel Nähe, Geborgenheit und auch Gewohnheit. Das Saugen befördert ihn wieder in die Ruhe und den Schlaf nach einen Unterbruch durch Unwohlsein, Störung, Träumen o.a.. Die meisten Säuglinge stillen sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht selbst ab, schon gar nicht in der Nacht. Das nächtliche Stillen kennen auch die Mütter besonders, die berufstätig sind und ein Teil des Tages nicht anwesend beim Kind. Selbstverständlich ist das zweistündliche Wachwerden ausgesprochen anstrengend für eine Mutter. Leider gibt es nicht "die" Lösung für Sie beide. Falls Sie das Gefühl haben, Ihr Sohn hat einen guten Grund (und gibt es eine Lösung dafür?), warum er gerade das nächtliche Stillen noch braucht, sollten Sie überlegen, ob es für Sie noch machbar ist, weiter zu stillen. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Sohn hat auch sonst Mühe mit dem Schlaf (evtl. von Anfang an) und tut sich (schon immer?) schwer mit Einschlafen und längerem Schlafen in der Nacht, sollten Sie dieses Thema nochmals mit einer Fachperson betrachten. Wenn das Stillen für Sie einfach nicht mehr stimmt, braucht es Ihren festen Entschluß, ihn nachts nicht mehr anzulegen. Jede Unentschlossenheit wird von den Kindern verspürt und lässt Sie nur erschwert hin und hergerissen sein. Versuchen Sie rauszufinden, wie Sie und Ihr Partner sonst für ihn da sein können. Ich kann die Maßnahme des "schreien lassens" nicht vertreten und werde Ihnen entsprechend auch nicht diesen Vorschlag machen. Viele Stillkinder verweigern übrigens den Übergang zur Flasche; das ist also überhaupt nicht ungewöhnlich, auch, wenn es sich für Eltern allzu oft als Erschwernis entpuppt. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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