Themenbereich: Schlafen

"Zwillinge nächtens wach im Stundentakt"

Anonym

Frage vom 24.01.2014

Hallo liebes Hebammen-Team,
wir haben am 17.06.2013 zwei Jungen bekommen! Tagsüber ist eigentlich alles "Friede, Freude, Eierkuchen". Aber dann kommt der Abend ... Der eine Junge bekommt nach dem Essen (ca. 200 g Abendbrei aus dem Gläschen oder angerührten Brei; gilt meistens für beide) und anschließendem Wickeln noch eine Massage der Beine mit sanfter Abendmusik. Das liebt er über alles und lässt sich nach dem ersten negativen "Tönchen" direkt weg legen. Der zweite Junge mag dieses Abendprogramm nicht und möchte lieber mit einem von uns kuscheln bzw mit einem Spielzeug noch ein Plauderstündchen halten bevor er dann müde wird und wir ihn zum Schlafen in sein Bettchen legen. Unser Abendritual beginnen wir immer so gegen 18Uhr und meistens schlafen die beiden Racker so gegen 19 / 19:30 Uhr ein! Bis ca Mitternacht ist das alles recht gut. Aber ab Mitternacht wechseln sich beide Jungs im Stunden- Rhytmus ab. Mal ist es die Flasche, mal der Schnuller, etc.! Mittlerweilen laufen mein Mann und ich auf dem Zahnfleisch ...! Was können wir tun? Haben Sie einen Rat oder Empfehlung für uns? Herzlichen Dank!

Antwort vom 26.01.2014

Hallo!
In Ihrer besonderen Situation als Zwillingseltern ist es fast unmöglich einfach "nur so einen Rat" zu geben. Wenn ich das richtig verstehe, haben Sie einen einigermaßen funktionierenden und erträglichen Tag mit Ihren beiden Jungs, die Sie abends nach einem schönen Ritual in den Schlaf bekommen. In der zweiten Nachthälfte beginnt dann eine (nicht untypische) Unruhe, die Sie als Eltern zwangsläufig völlig auslaugt nach dem anspruchsvollen Zwillingsalltag. Da geht es also einerseits darum, was warum Ihre Söhne nachts brauchen und wie Sie als Eltern Ihr Schlafbedürfnis stillen können. Die üblichen nächtlichen Unruhezustände sind Hunger? (kommen die Jungs zur gleichen Zeit, würde eine Flasche noch vor Mitternacht für alle Sinn machen?), Zähne?, Bedürfnis nach Hautkontakt (schlafen Sie als Eltern getrennt voneinander, würde ein Familienbett alles vereinfachen, haben Sie getrennte Zuständigkeiten vereinbart?), gegenseitiges störendes Wecken oder Bedürfnis nacheinander? (stören/wecken sich die Jungen gegenseitig, ist es getrennt leichter oder brauchen sie einander nachts?) und Entwicklungsschübe. Und Sie als Eltern brauchen Unterstützung und klare Abmachungen miteinander. Und Sie müssen sich klar machen, welche Kraftreserven Sie wofür (noch bzw. überhaupt) haben, in welchen Bereichen Sie z.B. tagsüber Hilfe bekommen. In zunehmend mehr Gemeinden gibt es "Leihgroßmütter/-väter", die stundenweise Hilfe anbieten und im besten Fall sogar echten kontinuierlichen Kontakt aufbauen können. Manche Familien retten sich über ein, zwei Wochen hinweg, indem Verwandtschaft kommt und die Nächte mit übernimmt. Um das Schlafverhalten Ihrer Söhne genau zu betrachten, braucht es mehr Informationen dazu. Wen können Sie vor Ort kontaktieren, um die Nächte genauer zu betrachten? Ohne Hilfe von außen ist es kaum zu schaffen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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