Themenbereich: Babyernährung

"Ablauf und Einführung der Beikostmahlzeiten "

Anonym

Frage vom 02.07.2016

Hallo zusammen, unsere Tochter (5 Mon.) bekommt seit zwei Wochen ihre erste Beikost. Wir haben mit einem Gemüsebrei (nach einer Woche mit Kartoffel) am Nachmittag angefangen. In allen Ernährungsplänen ist für den Abendbrei, den wir als nächstes einführen wollen, die letzte Stillmahlzeit vorgesehen. Das wäre bei uns aber erst um halb elf - dann trinkt sie eigentlich bis halb zwölf und geht dann ins Bett. Die Stillzeiten sind bereits seit Monaten fest - können praktisch die Uhr danach stellen. Täglich um halb sieben, halb elf vormittags, halb drei und halb elf abends... Welche Breimahlzeit sollten wir zu welcher Zeit geben?? Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Freundliche Grüße
Claire

Antwort vom 05.07.2016

Hallo!
Schon seit vielen Jahren wird die Einführung der Beikost nicht mehr an einen strikten, feststehenden Ablauf gekoppelt, sondern darf sich endlich auch nach den Bedürfnissen der Familie und des einzelnen Kindes richten. Das bedeutet, dass es auch in Ihren bisherigen Alltag passen muss, welche Mahlzeit als nächstes eingeführt werden könnte. Wie Sie ganz richtig anmerken, fühlt es sich nicht richtig an, ihr am späten Abend einen Brei anzubieten. Ich empfehle Ihnen jetzt primär, die bisherige Nachmittagsmahlzeit einfach weiter zu geben über die bisherigen zwei Wochen hinaus und den Verlauf und die Veränderungen auch bei Ihrem Kind abzuwarten. Von der Vorgehensweise und bzgl. der allgemeinen Entwicklungsbedürfnisse Ihres Kindes gibt es gar keinen Grund und Notwendigkeit in Eile die nächste Mahlzeit einzuführen bzw. die nächste Stillmahlzeit zu ersetzen. Letztes insbesondere nicht, weil durch die sehr geringe Anzahl der Stillmahlzeiten pro Tag (4! nach Ihrer Beschreibung) hätten Sie sehr schnell abgestillt, allerdings verschwindet bei den meisten Säuglingen nicht genauso schnell das Bedürfnis und auch nicht die Notwendigkeit nach Milchmahlzeiten. Das Angebot für die nächste feste Mahlzeit findet entsprechend dann in Ihrer Familie statt wie es am besten passt, insbesondere auch unter Einbezug der Neugierde und dem Bedürfnis Ihres Kindes. Es muss sich auch nicht immer um eine ganze Mahlzeit handeln, sondern kann auch in Form eines Snacks angeboten werden, z.B. zum Zeitpunkt Ihrer Familienmahlzeiten. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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