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SS-Abbruch

Hallo ihr lieben,

ich hatte im April 2008 einen SS-Abbruch!
Ich musste ihn einfach vornehmen, da meine Lebenssituation einfach nicht die beste zu der Zeit war.

Ich habe im Dezember 2010 eine gesunde Tochter auf die Welt bekommen, die ein Wunschkind gewesen ist.
Doch immer wenn sie schläft und ich sie dabei anschaue, denke ich an den Abbruch zurück und wie alles so gekommen ist. Ich bereue es wirklich sehr, dass ich mein erstes Kind weg machen lies, doch es ging damals einfach nicht anders.

Ich musste nach dem Abbruch in eine Behandlung... Alleine konnte ich es nicht verkraften! Mittlerweile geht es aber wieder!

Ich habe mir vorgenommen, nicht darüber nach zu denken oder zu sprechen...Aber es geht nicht anders!

Habt ihr auch solche Erfahrungen gesammelt?
Wie war es damals bei euch und wie ist es heute?
Habt auch ihr mittlerweile ein Kind oder sogar mehrere?

Liebe Grüße

von Mama101210 / 08.11.2011 09:39

Antwort


Hallo Mama101210,

ich selber habe keinen SS-Abbruch hinter mir, aber ich möchte dir trotzdem etwas dazu sagen:

Ich finde das es eine der härtesten Entscheidungen ist in unserem Leben. Und es erfordert unheimlich viel Kraft und Mut den einen oder andern Schritt zu gehen. Und wenn du damals entschieden hast, dass es für das Kind nicht gut wäre und das die Situation so ist, dass es deinem Kind nicht gut gehen würde, dann hast du in diesem Moment die Entscheidung für dich und dein Kind getroffen. Und diese Entscheidung kann nicht falsch sein und ist nicht falsch. Es kommt darauf an, was wir aus unseren Entscheidungen machen.

Ich persönlich habe Bekannte, die einen SS-Abbruch vorgenommen haben, weil "sie noch etwas zeit mit ihrem neuen freund haben möchten". Das ist für mich persönlich absolut unverständlich.

Aber ich glaube von soetwas reden wir hier nicht, oder?

Du hast jetzt eine wunderbare Tochter, die du überalles liebst und das ist das allerwichtigste!

Liebe Grüße und alles Gute

kathleen

von Kathl1806 / 09.11.2011 21:57

Antwort


Achso, ich wollte dir noch sagen, vielleicht wäre es gut nochmal bzw. weiterhin in Behandlung zu gehen. Es kann ja nur hilfreich sein. Manchmal hilft es auch, seine Gefühle festzuhalten. Ich meine damit, du kannst dir die Erinnerung an dein ungeborenes Kind bewahren, indem du ein kleines Büchlein anlegst für sie oder ihn. Schreibe deine Gedanken und Gefühle auf, so hast du nicht das Gefühl du hättest es "weggemacht" oder "abgeschoben". Du hast es immer in Gedanken bei dir. Ich könnte mir vorstellen das es hilft. Mir hat es in anderen Lebenssituationen geholfen.

von Kathl1806 / 09.11.2011 22:11

Antwort


Hallo liebe Kathl,

ich habe den SS-Abbruch damals vorgenommen, weil ich gerade frisch von meinem Ex-Freund getrennt war und aber gleichzeitig wieder mit meinem jetzigen Freund (der auch der Vater unserer Tochter ist) zusammen gekommen bin und genau in dieser Zeit entstand das Kind (meine erste SS).
Ich wollte nicht, dass das Kind am Ende vom falschen Vater ist.

Ich hätte es niemals gewollt, dass ein anderer, der nicht der biologische Vater ist, das Kind annimmt und es nimmt wie sein eigenes.

Ich sehe wie mein Lebensgefährte mit unserer Tochter umgeht ... liebevoll und total einfühlsam.
Ich bereue den damaligen Schritt, weil das Kind eigentlich nichts dafür kann. Ich bin Schuld, dass ich mich auf 2 Männer eingelassen habe, in genau der Zeit der Zeugung.

Ich habe die Behandlung damals abgebrochen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Ich bin immer wieder dort zusammen gebrochen und daraufhin habe ich meine Gedanken aufgeschrieben. Als ich allerdings damals erfahren habe, dass ich wieder schwanger bin (gewollt!!!) habe ich mit dem aufschreiben aufgehört.

Ich habe dann lieber alles schriftlich fest gehalten wie es dem neuen Kind geht und welche Fortschritte es macht. Ich habe sozusagen meinen eigenen SS-Kalender mit meiner Tochter geführt.

Ich denke über die damalige erste SS kaum noch nach. Nicht einmal, wenn ich abends im Bett liege, da kommen mir andere Gedanken in den Sinn. Ich denke halt nur in manchen Situationen darüber nach.
Und wenn ich unter Leuten bin (zum Beispiel in der Stadt oder beim Arzt), dann denke ich auch nicht an meine erste SS zurück. Dann bin ich abgelengt.

Ich weiß nicht wie ich sonst mit der Sache umgehen soll, die damals passiert ist.
Ich erfahre immer (z.Bsp. im Fernsehen), dass andere sagen "Abtreibung ist Mord".
Und dann kommt alles wieder hoch. Das Gesetz sagt doch, dass man einen Abbruch
bis zur 12. SSW statt finden soll und auch muss. Und es ist kein Mord somit.
Ich habe meine SS in der 11. SSW "weg machen lassen", allerdings erfuhr ich auch erst in der 8. SSW von der Schwangerschaft. Und eh alles mit Beratung und Bestätigung der Krankenkasse durch war, verging auch noch einige Zeit.

Liebe Grüße

von Mama101210 / 17.11.2011 06:27

Antwort


hallo,

ich habe selbst noch nie einen abbruch machen lassen. Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass es unheimlich schwer ist, sich zu entscheiden. Ich stand auch mal vor so einer ähnlichen Situation. Ich bin damals ungewollt schwanger geworden. Nach langen hin und her, habe ich mich für meine Tochter entschieden und berreue diese Entscheidung auch nicht.

Doch ganz ehrlich. Ich kann es nicht verstehen, dass man nen Abbruch macht, nur weil man mit einem anderen Mann zusammen kommt. Sorry, doch es ist für mich unbegreifich.

Mann muss sich vorher entscheiden von welchen Mann man schwanger werden will und von welchem nicht. Dann sollte man auch nicht zweigleisig fahren. Manchmal hilf es ein bisschen nachzudenken. doch so was geht gar nicht.

von verraph / 25.11.2011 17:31

Antwort


Liebe mama101210,

ich will dir jetzt nicht noch zusätzlich eins reinwürgen, aber

1. nur weil "im Gesetzt steht" dass eine Abtreibung unter bestimmten Umständen bis zur 12. ssw straffrei ist (nicht legal) heißt das nicht dass es deswegen kein mord ist!!! in der 11. ssw ist bei dem Baby alles angelegt was es braucht es ist ein kompletter Mensch der nur noch wachsen muss!! Das ist keine rechtliche sondern einen ethische Frage!!!

2. ich glaube dir das es für dich eine sehr schwere Entscheidung war und ist. Nur hast du diese Entscheidung getroffen und musst jetzt damit leben. Du kannst das, dein Kind hat diese Chance nie bekommen!

liebe grüße und alles gute

von waldfee87 / 06.12.2011 19:27

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Liebe Mami 101210
Mach dir keine Vorwürfe und lass dir vor allem keine machen!!!
Du hast dich damals so entschieden und es war das richtige! Jetzt hast du eine wundervolle kleine Maus die dich braucht u dich liebt u du musst lernen das "Kind" das du damals hast gehen lassen wirklich gehen zu lassen! Schau nach vorne, schau das es deiner Kleinen an nichts fehlt und es ihr gut geht! das sie zu einem guten Menschen wird und sich in der Welt zurechtfindet!!!

Ich habe zwar keinen Abbruch machen lassen, stand aber im Mai vor der Entscheidung.. da ich Abtreibungsgegner seit ich denken kann bin, habe ich es nicht gemacht.
Nun werde ich im Januar Mama und freue mich auch auf den kleinen Schatz aber denke oft darüber nach ob es das richtige war mich so zu entscheiden und ob ich meinem Kind alles geben kann was er braucht..
zudem kommt hinzu das ich in einer ähnlichen privaten Situation wie du warst bin, das Kind ist in einer anderen Verbindung entstanden als in der ich jetzt bin, habe meinen Freund 3 Wochen nachdem ich schwanger wurde kennengelernt und die ersten drei Monate waren echt hart! aber wir haben uns zusammen gerauft und wachsen grade als kleine Familie zusammen, sind ganz gespannt auf den kleinen Mann, mein großer Mann freut sich schon sehr auch wenn immer mal wieder zweifel aufkommen, aber die hat glaube ich jeder Mann;) u da ich sie auch habe will ich auch mal behaupten das wir Mädels auch nicht immer davon verschont bleiben;)
Außerdem haben wir ja noch alle Optionen auf Familienerweiterung wenn uns danach ist;)

Das wichtigste finde ich zumindest, dass jede Frau das selbst entscheiden muss und darf und ihre Entscheidung akzeptiert wird! das man immer wieder auf Gegner der eigenen Meinung trifft ist immer im Leben unschön aber gehört eben dazu und deswegen, wenn du dich damit quälst u es dich beeinträchtig kümmer dich darum, dass du wieder in behandlung kommst!
wünsche dir ganz viel Glück und Liebe in deinem Leben und dass du darüber hinweg kommst!

von CaFe86 / 06.12.2011 20:05

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Hallo,
Ich selber habe auch keinen SSAbruch machen müssen, doch ich kann mir Vorstellen das die Situation nicht einfach war!
Ich finde es trotzdem sehr gut das du Hilfe annimmst und darüber reden kannst!
Das wird Dich wohl bis an dein Lebensende verfolgen , doch du wirst Lernen müssen damit umzugehen.
Viel Glück

von brigitte1968 / 09.12.2011 10:21

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