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Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

Muss ich mit einer Fehlgeburt rechnen?

Frage vom 17.10.2019

Liebes Hebammen-Team, ich bin 45 Jahre alt und auf natürlichem Weg das erste Mal richtig schwanger. Mit meinem Ex-Mann hatte ich 3 erfolglose künstliche Befruchtung en. Mit meinem neuen Partner vor 2 Jahren eine Fehlgeburt weil es ein Windei war. Jetzt gibt es ein Embryo was sich aber zu langsam entwickelt. Leider weiß ich nicht genau wann ich befruchtet wurde, entweder am 4.9 oder 14.9. somit ist die SSW nicht ganz klar. Nach der Berechnung der letzten Periode wäre ich in 8+5. Am 22.9 habe ich einen positiven Frühtest gemacht, am 23.9 wurde per Blutuntersuchung die Schwangerschaft bestätigt. Der HCG Wert war bei 12213 IU/L (3. SSW???). Seitdem wurde kein HCG mehr kontrolliert.
In der letzten Woche war das Embryo 3,6 mm groß und ich wurde in 6+1 eingestuft. Gestern, eine Woche später, den 16.10 war es dann 5,9 mm groß und ich wurde in Woche 6+4 eingestuft. Der Arzt sagt, dass die Entwicklung zu wenig sei. Ich sage immerhin eine Grossenveränderung um 60%! Der Arzt konnte kein Herzschlag und keine Blutgefäße feststellen. Dazu kommt, dass der Dottersack mit 7 mm zu groß sei, dass deute auf eine Fehlentwicklung hin. Der Arzt macht mir keine Hoffnung und sagt mit 99% Wahrscheinlichkeit kommt es zum Abort. Um ganz sicher zu sein wartet er noch eine Woche und will dann am liebsten Freitag abtreiben, da er da OP Termin hat. Ich bin mir jetzt ganz unsicher ob ich mir noch eine 2. Meinung einholen soll? Wenn ich tatsächlich erst in 6+4 wäre, dann muss man doch nicht unbedingt ein Herzschlag sehen, oder? Meine Freundin hat es auch erst in der 10 Woche gesehen. Meine Schwangerschaft verläuft insgesamt sehr unproblematisch. Ich habe so gut wie keine Symptome bis auf Kreislaufprobleme. Keine Übelkeit, keine Müdigkeit und auch kein ziehen im Unterleib. Ich fühle mich als wäre ich gar nicht schwanger. Meine Blutwerte sind top. Der Hausarzt sagt, dass ich eine Risikoschwangere bin ohne Risiko.
Leider ist mir aber aufgefallen dass das Brustspannen seit ca. 3 Tagen komplett weg ist, was der Arzt als schlechtes Zeichen wertet. Ich habe da tatsächlich auch davon geträumt dass ich spontan blute, was aber nicht passiert ist. Vielleicht schon ein schlechtes Omen? Ich habe in der Zeit, in der ich schwanger bin 1 kg abgenommen, hatte zwischenzeitlich aber mal 2 kg mehr. Mein Busen fühlt sich für mich normal groß und weich an.
Das Kind ist wahrscheinlich die letzte Chance in meinem Leben ein Baby zu bekommen und ich will es nicht aufgeben. Ich halte eine Ausschabung in der nächsten Woche noch verfrüht. Was sagen Sie? Vielleicht warte ich auf einen natürlichen Abgang ohne zu wissen was da auf mich zukommt. Ich habe gelesen dass Hebammen einen solchen Prozess begleiten? Oder kann ich einfach nur abwarten? Macht der Körper den Rest? Ich freue mich sehr über Ihre Antwort. Liebe Grüße Diana

Antwort vom 22.10.2019

Hallo, der Herzschlag sollte sichtbar sein, wenn der Embryo größer ist, als circa 1cm. Wenn ein Wachstum stattgefunden hat, dann ist da auch Leben. Ob es einen glücklichen Schwangerschaftsausgang gibt, lässt sich nicht vorhersagen. Eine Ausschabung sollte nur mit gesicherter Diagnose erfolgen und nur, wenn die Frau keinen natürlichen Abgang abwarten möchte. Es gibt Ausnahmen, beispielsweise bei Gerinnungsstörungen. Es stimmt, dass Hebammen einen natürlichen Abgang begleiten. Leider ist es aber oft schwierig kurzfristig eine Hebamme zu finden, weil es zu wenige gibt.
Bis jetzt handelt es sich um eine normale Schwangerschaft. Ich würde Ihnen empfehlen abzuwarten und keiner Maßnahme zuzustimmen an der Sie Zweifel haben. Es besteht keinerlei Anlass zu Eile und die Begründung, dass Ihr Arzt an einem Tag OP-Termine frei hat, finde ich eine ausgesprochen dürftige Grundlage für eine so weitreichende Entscheidung. Das Beste was Sie jetzt tun können ist abwarten und guter Hoffung bleiben.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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