Themenbereich: Gesundheit

"Mutter Diabetes - welche Auswirkungen auf das Kind ?"

Anonym

Frage vom 29.10.2001

Ich habe seit der 9.SSW Schangerschaftsdiabetis.Seit 13.SSW bin ich Insulinpflichtig.Z Zt. spritze ich 330 Einheiten Normalinsulin und 160 Einheiten Basisinsulin. Leider sind die Werte nicht richtig in den Griff zu bekommen, besonders da es immer neue Schübe gibt. Nun hat man mir gesagt das man mir das Baby nach der Geburt wegnimmt, wegen der Unterzuckerung da das Baby für mich mit Insulin produziert. Wie lange dauert es bis das Baby wieder seine Insulinproduktion runtergefahren hat, und wie gefährlich ist es fürs Baby nach der Geburt.Vielen Dank für Ihre Mühe im Vorraus.

Anonym

Antwort vom 29.10.2001

Die gesamte Stoffwechsellage ist während der Schwangerschaft verändert bedingt durch die hormonelle Umstellung des Körpers. Es ist äußerst wichtig, den Blutzucker engmaschig unter Kontrolle zu halten. Der erhöhte Blutzucker bedeutet für das Ungeborene Kind ein ständiges Überangebot. Als Folge wird der Pankreas des Kindes viel Insulin produzieren, um mit diesem Überangebot an Glukose fertig zu werden, bzw. damit diese Mengen an Glukose auch verarbeitet werden können. Dies führt zu einem übergroßen körperlichen Wachstum des Kindes und das Geburtsgewicht dieser Kinder überschreitet oft die 4000g. Aufgrund des hohen Gewichtes kommt es häufiger zu Frühgeburten und diese Kinder sind sehr viel mehr anfälliger für Anpassungsstörungen nach der Geburt. Die dauerhaft erhöhte Insulinproduktion stellt das Hauptproblem dar. Nach dem Durchtrennen der Nabelschnur fällt die hohe Glukosezufuhr plötzlich weg, bei zunächst noch, wie oben erklärt, hoher Insulinproduktion. So kann es beim Kind bereits in den ersten Lebensstunden zu schweren Unterzuckerzuständen kommen, die engmaschig kontrolliert und auch behandelt werden müssen. Nach wenigen Tagen hat sich, wenn sonst keine Komplikationen auftreten, der Stoffwechsel des Neugeborenen normalisiert. Das Kind selbst hat keinen Diabetes und die Chance, diese Erkrankung zu bekommen, ist geringer als 5%).Unterzucker, Blutbildveränderungen, ein verstärkter Ikterus(Gelbfärbung), Ernährungsschwierigkeiten und Hefepilzinfektionen sind bei Kindern diabetischer Mütter gehäuft. Sie sollten sich noch während der Schwangerschaft umfassend beraten lassen, so daß Sie sich selber gut und ausführlich aufgeklärt fühlen.
Mit freundlichen Grüßen

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