Themenbereich: Abstillen

"Vorgehen beim Abstillen"

Anonym

Frage vom 29.01.2004

Meine Tochter wurde am 12.11.2003 geboren. Ich möchte sie ab dem 5. Monat so langsam abstillen. Wie mache ich es am besten und welche Kost soll ich ihr geben?
Und wie sieht es dann mit dem Flüssigkeitsbedarf aus?
Vielen Dank für ihre Antwort

Anonym

Antwort vom 29.01.2004

Am besten ist es für Ihre Tochter, wenn Sie mit der Beikost erst zu Beginn des siebten Lebensmonats beginnen. Sie können sie bedenkenlos sechs Monate ausschließlich stillen. Lassen Sie sich viel Zeit mit der Umstellung auf feste Nahrung und richten Sie sich nicht nach den Gewohnheiten und dem Geschmack der Erwachsenen. Als Grundregel gilt, dass Sie Woche für Woche ein neues Nahrungsmittel anbieten und Monat für Monat eine Stillmahlzeit durch eine Beikostmahlzeit ersetzen. In den ersten Wochen der Beikosteinführung wird Ihre Tochter optimalerweise noch überwiegend gestillt. Mit zunehmenden Beikostmengen wird sich allmählich Ihre Milchmenge reduzieren. Beginnen Sie mittags mit einem Gemüsebrei, der in der ersten Woche nur aus einem Gemüse besteht (z.B. Pastinake, Kürbis oder Karotte). Am ersten Tag füttern Sie nur drei bis fünf Teelöffel und steigern die Menge von Tag zu Tag. In der zweiten Woche können Sie dem Gemüse eine gekochte Kartoffel hinzufügen und in der dritten Woche ein weiteres Gemüse u.s.w.. So können Sie nachvollziehen, wie Ihrem Kind die fremde Nahrung bekommt, was sie mag oder worauf sie möglicherweise allergisch reagiert. Im Laufe eines Monats steigern Sie die Breimenge, bis Ihre Tochter bei dieser Mahlzeit nicht mehr gestillt wird. Wenn Sie so weit sind, fügen Sie dem Gemüsebrei raffiniertes Pflanzenöl hinzu.Zur besseren Eisenversorgung können Sie diesem Brei zwei bis drei mal in der Woche Fleisch hinzufügen. Falls Ihre Tochter die feste Nahrung noch verweigert, können Sie bedenkenlos weiterstillen und es einige Tage später wieder mit dem Brei versuchen. Im zweiten Fütterungsmonat ersetzen Sie die Abendstillmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Obstbrei. Dann folgt ein milchfreier Getreide-Obstbrei am Nachmittag und schließlich die Morgenmahlzeit als Milch-Getreide-Obstbrei oder schon mit kleinen Brotstückchen, je nach Alter des Kindes. Sobald Sie mit der Beikost beginnen, sollten Sie mit Ihrer Tochter das Trinken aus einem offenen Becher oder einer Trinktasse üben und die Flasche ganz umgehen. Als Getränke eignen sich Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. In der Broschüre „Gesunde Ernährung von Anfang an “ (Verbraucherzentrale Hamburg, Tel. 040/24832-20, E-Mail: info@vzhh.de ) finden Sie wertvolle Informationen und Hintergründe zur schonenden Einführung der Beikost.

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