Themenbereich: Stillen allgemein

"Weinen und spucken beim Stillen"

Anonym

Frage vom 01.09.2004

Hallo,
ich stille meinen 8,5 Wochen alten Sohn voll. In letzter Zeit fängt er dabei häufig nach kurzer Zeit, etwa nach 2 - 5 Minuten, an der Brust an zu weinen und unruhig zu zappeln. Wenn ich ihn dann hochnehme, macht er meistens ein Bäuerchen und beruhigt sich dann oft wieder. Manchmal schreit er aber auch verkrampft weiter, wenn ich ihn nach dem Hochnehmen wieder anlege. Was mir besonders Sorgen macht ist, dass er mit den Bäuerchen sehr viel spuckt und danach viele weiße, säuerlich riechende Klümpchen im Mund hat. Meistens weint er dann (verständlicherweise) auch wieder. Ist das Verhalten meines Sohnes und das viele Spucken mit den Milchklümpchen normal oder doch eher besorgniserregend ? Kann ich etwas tun ?
Liebe Grüße, Cordula

Anonym

Antwort vom 01.09.2004

-Wahrscheinlich trinkt Ihr Sohn mehr als sein Magen fassen kann und er spuckt den Überschuss aus. Das kommt in den ersten Lebensmonaten bei vielen Säuglingen vor und ist nicht krankhaft. Wenn der Kleine trotz des Spuckens gut gedeiht, können Sie gelassen abwarten. Sein gutes Gedeihen erkennen Sie an folgenden Merkmalen: Ihr Sohn hat vier bis sechs nasse Windeln am Tag, und der Urin ist hell und geruchlos. Seine Stühle stinken nicht (Stillkinder müssen nicht täglich Stuhlgang haben. Der Stuhlgang kann auch mal mehrere Tage auf sich warten lassen). Ihr Sohn saugt effektiv an der Brust und schluckt hörbar. Die große Fontanelle ist nicht eingesunken. Ihr Sohn ist rosig und sein Körper warm. Neben unterschiedlich langen Schlafphasen ist er wach und reaktionsfreudig, macht insgesamt einen zufriedenen Eindruck und lässt sich durch verschiedene Maßnahmen beruhigen. Es ist ausreichend, wenn Ihr Sohn etwa 115 - 250 Gramm in der Woche zunimmt. Wenn diese Merkmale zutreffen, können Sie sicher sein, dass er prima gedeiht. Sie können sich für die nächsten vier Wochen eine Babywaage in der Apotheke ausleihen und sein Gewicht einmal in der Woche kontrollieren. Seine Unruhe beim Trinken kann verschiedene Ursachen haben. Wenn sein Verhalten so bleibt, sollten Sie sich an eine Hebamme oder Stillberaterin vor Ort wenden, die sich den Verlauf einer Stillmahlzeit anschaut und beurteilen kann, ob Sie beim Stillen etwas ändern können.

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